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Riesenbecken soll Regenwasser zurückhalten

Wennigsen Riesenbecken soll Regenwasser zurückhalten

Am Mühlbach in Richtung Sorsum soll ein riesiges Rückhaltebecken gebaut werden, denn in Wennigsen fehlt Stauraum für das Wasser, wenn es stark regnet. Diese Situation verschärft sich noch, wenn auf dem Klostergrund Häuser gebaut werden.

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Auf der Ausgleichsfläche für das Baugebiet Klostergrund entsteht ein großes Staubecken für das Wasser, das bei Starkregen den Mühlbach herunter rauscht.p

Quelle: Grafik: Archiv

Wennigsen. In Wennigsen gibt es ein Regenwasserproblem. Dieses will der Gewässerunterhaltungsverband Mittlere Leine dauerhaft lösen. "Wenn es stark regnet, reißt die Flutwelle im Mühlbach alle Kleinstlebewesen mit", sagt Wasserbauingenieur Friedrich Hüper. Er hat untersucht, dass bei Starkregen 5,4 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Mühlbach herunterrauschen. "2,4 Kubikmeter sind vertretbar", erläuterte Hüper den Lokalpolitikern am Dienstagabend in einer Sondersitzung des Rates.

Der Geschäftsführer des Gewässerunterhaltungsverbandes Mittlere Leine plant zwei Staubecken, die das Regenwasser zurückhalten sollen. Das größere wird auf einer rund 5,5 Hektar großen Fläche am Mühlbach Richtung Sorsum gebaut. 1,9 Hektar werden für die Regenwasserbewirtschaftung benötigt, der Rest dient laut Hüper dem gesetzlich vorgeschriebenen ökologischen Ausgleich für das Baugebiet Klostergrund. Das Wasser wird aus dem Mühlbach ab- und in das Becken geleitet, damit es von dort langsam abfließen kann.

Rund 19.000 Kubikmeter Erde müssen für das große Rückhaltebecken am Ortsausgang Richtung Sorsum bewegt werden. Davon will Hüper 6000 Kubikmeter Erde zu einem Damm aufschütten lassen, der 25 Zentimeter höher als der der höchste Wasserstand sein soll. "Wir haben mit der Naturschutzbehörde gerungen, wie wir das Becken möglichst unsichtbar in die Landschaft bringen können", erläuterte der Wasserbauingenieur. Weitere 6000 Kubikmeter sogenannter Mutterboden sollen in einer Miete eingelagert werden für die Hausgärten im Neubaugebiet Klostergrund. Der Rest wird beim Neubau der B3-Umfahrung bei Hemmingen verwendet.

Ein weiteres, kleineres Becken mit rund 2000 Kubikmeter Stauraum soll auf einer Fläche in Höhe der Gesamtschule am Ortsausgang Richtung Argestorf entstehen. Die Kosten von mehr als 100.000 Euro für die Becken und die Unterhaltung übernimmt die Klosterkammer.

Auch in Bredenbeck soll das Regenwasserproblem gelöst werden. Ein Ingenieurbüro aus Hannover soll Maßnahmen für den Hochwasserschutz entwickeln. Die Gemeinde stellt 32 000 Euro Planungskosten bereit.

Auch in Bredenbeck soll das Regenwasserproblem gelöst werden. Ein Ingenieurbüro aus Hannover soll Maßnahmen für den Hochwasserschutz entwickeln. Die Gemeinde stellt 32 000 Euro Planungskosten bereit.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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