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Route ist neues Aushängeschild

Wennigsen Route ist neues Aushängeschild

Die Gemeinde Wennigsen schmückt sich mit einem neuen touristischen Aushängeschild: Quer durch die Deisterkommune verläuft jetzt ein neues Teilstück der Niedersächsischen Mühlenstraße. Mit insgesamt sieben historischen Produktionsstätten liegt die Gemeinde regionsweit auch ganz vorn.

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Auf der neuen Teilstrecke der Mühlenstraße ist auch die Mühle in Sorsum zu finden.

Quelle: Lisa Malecha

Wennigsen. Es sind zwar längst noch nicht alle Schilder und Hinweistafeln angebracht. Aber es lässt sich nicht mehr verheimlichen: Die Niedersächsische Mühlenstraße führt jetzt auch durch Wennigsen. So steht es auf zwei Schildern an der Hauptstraße.

Was sich zunächst nicht spektakulär anhört, soll die Kommune touristisch aufwerten. Und es bedurfte laut Wirtschaftsförderer Christian Mainka einer zweijährigen Vorbereitung bis zur Aufnahme in die Route. „Im Gemeinde-gebiet liegen gleich sieben alte Mühlen - die meisten einer Regionskommune“, sagt Mainka. Unter anderem sei es nötig gewesen, das Einverständnis der Eigentümer einzuholen. An den Standorten sollen auch Hinweistafeln aufgehängt werden. „Ansonsten entsteht keine Verpflichtung“, sagt Mainka.

Trotzdem erhofft sich die Gemeinde zusätzliche Ausflügler. Immerhin gehören zu den acht Zielen der Tour nicht nur die still gelegten Windmühlen in Sorsum und Holtensen. „Auch die beiden Wassermühlen in Bredenbeck und die drei in Wennigsen sind Teil der Strecke“, sagt Mainka.

Von einem Besucherplus könnte auch das Heimatmuseum Wennigsen profitieren. Auf der Strecke vom Wehr am Heimatmuseum bis zum Kloster sind im 16. Jahrhundert bis zu sieben Wassermühlen betrieben worden - zwei Gebäude stehen noch, ein dritter Standort erinnert daran. Das Gebäude des Heimatmuseums ist die frühere obere Mühle. In der mittleren Mühle am Feuerwehrplatz ist heute ein Modegeschäft, die Untermühle am Kloster wurde 1960 abgerissen. Dort steht ein Gebäude mit Arztpraxis. Der Weg am Mühlenbetriebsgraben ist denkmalgeschützt. „Die neue Teilstrecke ist ein vom Land gefördertes Projekt der Region“, sagt Mainka. Die Gemeinde habe zwar keinen Cent aber Arbeit und Mühe investiert.

Von Ingo Rodriguez

Die Hüvener Mühle weist den Weg

Wer sich auf den Weg machen will, alle Mühlen entlang der Niedersächsischen Mühlenstraße zu besuchen, der muss eine Menge Ausdauer mitbringen. Fast 450 Standorte in 30 Landkreisen werden inzwischen in der Liste geführt. Die Straße dehnt sich – wenn auch nicht durchgehend – von einer Mühle auf Norderney im Norden über die Windmühle Quickborn (Lüchow Dannenberg) im Osten bis zur Wassermühle Bad Pyrmont im Süden aus.

Gegründet wurde die Niedersächsische Mühlenstraße 1998 unter der Trägerschaft des Mühlenfördervereins Lüneburg. Da es von Beginn an die Idee war, die Straße auf ganz Niedersachsen auszudehnen, wurde die Trägerschaft 2004 an die landesweit tätige Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen übergeben. Schirmherr des Projektes ist der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer.

Die Besitzer der Mühlen öffnen an interessierte Besucher ihre Gebäude. Gekennzeichnet sind die Mühlen der Mühlenstraße mit einer Skizze der emsländischen Hüvener Mühle, einer kombinierten Wind- und Wassermühle. bj

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