Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Rückschau auf die Glashütte

Glashüttentage Rückschau auf die Glashütte

Es ist eine Premiere, und es geht darum, Erinnerungen an eine vergangene Industrieepoche wachzuhalten: Der Heimat-Kulturverein Bredenbeck blickt in der nächsten Woche vom 22. bis 27. Juli vier Tage lang auf die frühere Glasproduktion in Steinkrug zurück.

Voriger Artikel
Spende von fast 6000 Euro für die Kinderkantine
Nächster Artikel
Waldorfschule feiert Sommerfest

Markantes Industriedenkmal: Die Glashütte erinnert an die Produktion vergangener Zeiten.

Quelle: privat

Wennigsen. Fast jeder Dorfbewohner kennt den markanten Rauchgaskegel am Deisterrand. Doch nur noch wenige wissen, dass rund um das Industriedenkmal bis 1928 mehr als 100 Jahre lang Glas produziert wurde. Der Heimat-Kulturverein will die Erinnerungen der Menschen auffrischen - mit einer historischen Aktionsreihe: den ersten Glashüttentagen in Steinkrug.

„Wir wollen möglichst viel Wissen über die Glashütte sichern“, sagt Birgit Schwier-Fuchs aus dem Vorstand. Sie hatte vor einem Jahr mit rund 50 Teilnehmern einer Führung das historische Produktionsgelände besichtigt. Seitdem hat sie das Thema nicht mehr losgelassen. „Ich habe im Archiv der Heimatstube alte Fotos und Erinnerungsstücke herausgesucht und auch ausgiebig recherchiert“, sagt Schwier-Fuchs. Ihre Ergebnisse sind unter anderem Grundlage für eine Ausstellung, die am Mittwoch, 22. Juli, um 18 Uhr auf dem Gelände der Kornbrennerei eröffnet wird - mit alten Fotos, Postkarten und historischen Berichten.

Der Heimat-Kulturverein hofft für die Veranstaltungsreihe aber auch auf die Mithilfe der Dorfbewohner. „Wir wollen das Leben der ,Hüttjers‘, wie die Glasmacher früher genannt wurden, wieder lebendig machen“, sagt Schwier-Fuchs. Deshalb sollen bei einem Erzählcafé am Freitag, 24. Juli, auch Nachfahren und Freunde der Glasbläserfamilien zu Wort kommen. „Wir wollen Zeitzeugen zum Austausch anregen, damit wir das Wissen dokumentieren können“, sagt Schwier-Fuchs. Sie ruft deshalb mögliche Zeitzeugen dazu auf, die Veranstaltungen zu besuchen und alte Dokumente mitzubringen. „Es geht uns um die Glasmacher, ihre Familien, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem Steinkrug bis zur Schließung der Glashütte 1928.“

Von Ingo Rodriguez

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sksno3d82g19r3wgge0
Fast ein kompletter Neustart in Sorsum

Fotostrecke Wennigsen: Fast ein kompletter Neustart in Sorsum

Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de