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Premiere im Amtsgericht

Wennigsen Premiere im Amtsgericht

Zum ersten Mal besucht eine Politiker-Delegation das Amtsgericht Wennigsen, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Und dabei sparen die SPD-Abgeordneten nicht mit Lob für den Standort und die dort geleistete Arbeit.

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Die SPD-Politiker Ingo Klokemann (von rechts), Marco Brunotte und Matthias Miersch lassen sich vom Gerichtsdirektor Michael Gerdes, seiner Stellvertreterin Sabine Venneberg und Geschäftsleiter Simon Ulrich die Sitzungsräume zeigen.

Quelle: Björn Franz

Wennigsen. Für Matthias Miersch war es eine kleine Reise in die Vergangenheit. "1994 habe ich hier meine erste Station als Referendar gehabt", verriet der Bundestagsabgeordnete bei seinem Besuch im Amtsgericht Wennigsen. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Marco Brunotte und dem Wennigser Ratsherrn Ingo Klokemann bildete Miersch eine kleine Delegation, die sich vor Ort ein Bild von der Situation und den Problemen des Amtsgerichtes machte.

Dabei fiel das Urteil der SPD-Politiker durchaus positiv aus. "So wie hier möchte man eine funktionierende Justiz haben", erklärte Miersch, der in seiner späteren Tätigkeit als Anwalt nach eigenen Angaben lediglich "ein oder zwei Mal" den Weg nach Wennigsen gekommen war. "Dezentrale Gerichte haben den großen Vorteil, dass alle Beteiligten die Gegenbenheiten kennen." Oft könne das helfen, die Situation besser einzuschätzen.

Für Michael Gerdes, den Direktor des Amtsgerichtes, war aber nicht nur dieses Lob ein Grund zur Freude. Er begrüßte auch die Tatsache, dass sich überhaupt einmal Politiker für das interessierten, was an einem relativ kleinen Gerichtsstandort passiere. "Dieser Besuch ist eine Premiere", verriet Gerdes - und schickte gleich eine Einladung an die politische Konkurrenz der Gäste hinterher: "Natürlich wären auch alle anderen Parteien willommen."

Bevor der Gerichtsdirektor die SPD-Politiker zusammen mit seiner Stellverterterin Sabine Venneberg und dem Geschäftsleiter Simon Ulrich durch die Sitzungsräume führte, hatten beide Seiten sich eine knappe Stunde lang ausgetauscht. Dabei ging es neben Themen wie der Inklusion und der Herausforderung, die auch Gerichte durch die immer höher werdenden Flüchtlingszahlen vor sich haben, unter anderem um die zunehmende Digitalisierung im Aktenverkehr, die in den kommenden Jahren Einzug halten wird.

Während Miersch betonte, diese Veränderung solle nicht zum Personalabbau bei Wachtmeistern führen, sondern vielmehr eine neue Arbeitsplatzbeschreibung nach sich ziehen, sprach Brunotte sich für den Erhalt kleinerer Gerichtsstandorte wie dem in Wennigsen aus: "Es gibt derzeit keinerlei Überlegungen innerhalb der Politik, sie zu schließen. Wir müssen lediglich überlegen, wie wir die kleineren Einheiten noch effizienter aufstellen."

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