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SPD legt Wahlprogramm vor

Wennigsen SPD legt Wahlprogramm vor

Die Wennigser Sozialdemokraten ziehen mit einem 30-Punkte-Programm in den Kommunalwahlkampf.

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Symbolbild

Quelle: Fredrik von Erichsen

Wennigsen. Das Programm wird demnächst als Flyer und Broschüre an die Wennigser verteilt. „Wir zeigen darin auf, was wir in den vergangenen fünf Jahren erreicht haben und wo wir in den kommenden Jahren hin wollen“, sagt Klaus Kropp, Spitzenkandidat der insgesamt 18 Bewerber für den Gemeinderat. Er kandidiert erstmals auch für die Regionsversammlung.

Eigentlich habe er genug zu tun, aber Wennigsen müsse in der Region eine Stimme haben, erläutert Kropp die Hintergründe für seine doppelte Kandidatur. Als ein Beispiel nennt er den Beschluss der rotgrünen Regionsmehrheit, im Deistervorland die Windenergienutzung auszubauen – und sich damit über das Votum der Wennigser Volksvertreter hinwegzusetzen.

Ebenso wichtig ist der SPD die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Das muss auch gelebt werden können, und dazu gehört die Nachmittagsbetreuung der Schulkinder“, sagt Kropp. Die SPD als Mehrheitsfraktion will die Angebote weiter ausbauen – in Kooperation mit den beiden Grundschulen. „2011 gab es in Wennigsen nur einen Hort, jetzt sind es drei“,sagt Kropp.

Einen weiteren Schwerpunkt sehen die Sozialdemokraten bei der schrittweisen Entwicklung neuer Wohngebiete in allen Ortsteilen – insbesondere auch, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Vorrangig sollen Baulücken geschlossen werden, in Wennigsen etwa im Wohngebiet Langes Feld.

Bei der Siedlungsentwicklung setzt sich die SPD deutlich von den Christdemokraten ab, die bereits vor einem Jahr ein „1000-neue-Einwohner-Programm“ vorgeschlagen hatte. „Mal so eben tausend neue Bürger ansiedeln geht so einfach nicht“, sagt Kropp. Die Infrastruktur, also Kindergärten und Schulen, müssten bei steigender Einwohnerzahl mithalten können.

Weitere Schwerpunkte:

Wennigsen braucht eine eigene Drehleiter. Die Feuerwehr soll nicht mehr darauf angewiesen sein, dass die Leiter aus den Nachbarkommunen anrückt. Ihre Forderung begründet die SPD mit der Tatsache, dass in vielen Häusern zusätzlicher Wohnraum mit dem Ausbau der Dachgeschosse geschaffen wurde. „Es geht nicht um Hochhäuser. Wir müssen alle Bürger schützen können, dabei zählt jede Minute“, argumentiert die SPD.

Regenerative Energien aus Wind und Sonne sollen stärker genutzt und das Klimaschutzaktionsprogramm der Kommune fortgesetzt werden. „Wir stehen zur Energiewende“, sagt SPD-Kandidat Ingo Klokemann. Er fordert von der Region gleiches Recht für alle Gebiete rund um Hannover bei der Prüfung möglicher Vorranggebiete zur Windenergienutzung. „Wir erwarten, dass diese Prüfung bei der Region auch stattfindet."

Die SPD reagiert auf den Wettbewerb der Schulen, ausgelöst unter anderem von den neuen Oberschulen in Gehrden und Barsinghausen. „Unsere KGS soll zu einer Integrierten Gesamtschule weiter entwickelt werden“, sagt SPD-Kandidat Martin Ast. Das bedeute aber nicht, die Schule umzukrempeln. Vielmehr solle die Chancengleichheit der Schüler verbessert werden.

In Wennigsen fehlt eine Seniorentagespflegestätte als Ergänzung zu den stationären Pflegeheimen und zur Entlastung der pflegenden Angehörigen. Die SPD schaut dabei auf die Nachbarkommune Gehrden, wo die Stadt dieses Betreuungsangebot für alte Menschen seit Jahren vorhält. Die Gemeinde müsse aber nicht unbedingt der Betreiber sein, meint die SPD.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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