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Sportverein wagt mit viel Schwung den Neubeginn

Degersen Sportverein wagt mit viel Schwung den Neubeginn

Beim SV Degersen kehrt nach jahrelangen Turbulenzen langsam wieder Ruhe ein. Der neue Vorstand will künftig weitere Negativschlagzeilen vermeiden. Erste Erfolge stellen sich bereits ein: Die Mitgliederzahlen wachsen, die Schulden sind getilgt. Und beim Boßelturnier hat sich die Teilnehmerzahl verdoppelt.

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Schwungvoller Start mit doppelter Teilnehmerzahl: Sogar beim traditionellen Boßelturnier des SV Degersen macht sich die Arbeit des neuen Vorstands bereits bemerkbar.

Quelle: Ingo Rodriguez

Degersen. Der neue Vorsitzende Werner Werner ist zwar erst seit wenigen Wochen im Amt. Aber er weiß einzuschätzen, wie es um den Verein zuletzt stand. "Wir hatten vor zehn Jahren zu Fußballlandesligazeiten noch rund 500 Mitglieder. Im Juli waren es noch 190 - ein Tiefpunkt", sagt der 63-Jährige kurz vor dem Startschuss für das alljährliche Boßelturnier.

Die Gründe für die Austrittswellen sind hinlänglich bekannt: Streit um Finanzen und Investitionen in die erste Fußballmannschaft, Schlägerei von Spielern bei einem Heimspiel. Aus Protest verließen etliche Funktionäre, Übungsleiter und Jugendspieler den Verein - sogar die Clubwirtin. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli waren nur 16  Mitglieder da."Dann kommt alles zusammen: Die Post hat gestreikt, viele Einladungen sind zu kurzfristig angekommen", sagt Werner.

Immerhin: Mit ihrem neuen Vorsitzenden haben die Vereinstreuen offenbar eine gute Wahl getroffen und einen Neuanfang eingeleitet. Werner übernahm den Posten vom amtsmüden Dennis Boller. Und: Er hat den Verein gemeinsam mit Stellvertreter Florian Garbe - der guten Seele des Vereins - und Schatzmeister Torsten Kück bereits in ruhigere Gewässer geführt. "Mit Schriftführerin Carola Albert und Pressesprecher Adrian Siegert sind jetzt alle Posten besetzt, zuletzt sind auch zehn neue Mitglieder eingetreten", sagt Werner.

Er nutzt seine guten Kontakte: Werner hatte nach der Vereinsgründung im Jahr 1986 die Fußballsparte gegründet, war schon Trainer und Betreuer. "Wir wollen Vertrauen zurück gewinnen", sagt er. Offenbar kommt das gut an. Über Sponsoren ist es ihm gelungen, das vierstellige Vereinsminus zu tilgen, der Sportplatz wurde auf Vordermann gebracht, es laufen gute Gespräche mit einem möglichen neuen Klubwirt. Derzeit wird das Vereinsheim von Sportlern in Eigenregie bewirtschaftet.

Was viel wichtiger ist: Der Vorstand will wieder eine Jugendabteilung aufbauen. Derzeit besteht der Verein nur aus einer Fußballherrenmannschaft in der dritten Kreisklasse, Damengymnastik und fünf Kindern in einer Spielgemeinschaft. "Im nächsten Sommer wollen einige Jugendliche aus dem Dorf wohl eine A-Jugend anmelden", sagt Werner.

Der Aufwärtstrend macht sich auch beim Boßelturnier bemerkbar. "Es sind 14 Mannschaften am Start, fast doppelt so viele wie im Vorjahr", sagt Werner.

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Von Ingo Rodriguez

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