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Schönes Bredenbeck: Dorf plant seine Zukunft

Bredenbeck Schönes Bredenbeck: Dorf plant seine Zukunft

So schön ist der Dezember: Die Wintersonne schiebt sich über Bredenbeck und taucht Häuser und Acker in warmes Licht. Am Ortsrand hat das Dorf durchaus Potenzial für weitere Wohngebiete. In Bürgerbeteiligung plant Wennigsens größter Ortsteil zurzeit aktiv seine Zukunft.

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Die Sonne schiebt sich über Bredenbeck.

Quelle: Jennifer Krebs

Bredenbeck. Wohnen, Einzelhandel, Dorfgemeinschaftshaus: Wie soll Bredenbeck in 20 Jahren aussehen? In Arbeitsgruppen haben die Bürger Ideen entwickelt. Erste Ergebnisse wurden am Montagabend in der Ortsratssitzung erstmals öffentlich vorgestellt. Vor einem halben Jahr hatte der Ortsrat den Startschuss für das Projekt gegeben. Bredenbeck soll attraktiver werden - und könnte sogar wachsen. Allein in Ortsrandlage, so das Ergebnis der Arbeitsgruppe, könnten 158 neue Wohneinheiten entstehen. 

„Bredenbeck ist es wert, entwickelt zu werden“, sagt Eckhard Seemann von der Ortsplanungsgruppe. Die Nachfrage nach Häusern sei groß. Der Ortsbürgermeister bekäme mindestens zwei Anrufe diesbezüglich in der Woche. Gut für Bredenbeck: Das regionale Raumordnungsprogramm „bietet uns die Chance, zu wachsen“, sagt Seemann. Bredenbeck habe viele entwicklungsfähige Flächen im und um den Ort. Da müsse es auch möglich sein, innerhalb von fünf Jahren Bauland auszuweisen. Auch eine Anregung: Bredenbeck könnte Wennigsens Pilotprojekt für Plusenergiehäuser werden.

Die Arbeitsgruppen, die sich für die Dorfentwicklung vor einem halben Jahr zusammenfanden, haben sich viele Gedanken gemacht. Die Ausführungen waren vielversprechend. „Nun aber mal Butter bei die Fische“, sagte Seemann und erwartete nach der Präsentation eine konkrete Ansage für das weitere Vorgehen. „Wir haben noch keine Strategie, verpuffen werden die Ideen aber sicherlich nicht“, sagte Bredenbecks stellvertretender Ortsbürgermeister Heiko Farwig.

Bis zur nächsten Sitzung am 
22. Februar will der Ortsrat die nächsten Schritte besprochen haben. Aus den Arbeitsgruppen kam ein klares Signal: Alle wollen den Prozess der Dorfentwicklung weiter intensiv begleiten.

Arbeitsgruppe Einzelhandel: Der NP-Markt will sich vergrößern. Für die Erweiterung soll auch das benachbarte Grundstück der alten Gaststätte Seidensticker genutzt werden – aber noch nicht alle Eigentümer der Eigentümergemeinschaft haben dem zugestimmt. „Die Hürden sind groß“, sagt Harald Wildhagen von der Arbeitsgruppe. Zumindest wurde inzwischen mit dem hannoverschen Eigentümer des Gebäudekomplexes für den NP ein Bestandsschutz bis Frühjahr 2018 erreicht. Solange sei nun Zeit, die Erweiterung auf dem Seidensticker-Grundstück zu entwickeln, sagt Wirtschaftsförderer Christian Mainka.

Arbeitsgruppe Dorfgemeinschaftshaus: Wird aus dem ehemaligen Netto-Markt der neue Dorftreffpunkt? Die Umbaukosten lägen bei 780 000 Euro, hat der Dorfgemeinschaftsverein kalkuliert. Das Dach müsste zwar um einen Meter erhöht werden, ansonsten wäre das Gebäude aus Sicht des Vereins aber ideal. Es gibt einen Garten, der mit genutzt werden könnte – auch als Außenterrasse. Der Verein habe eine Zusage von einem Gastronomen, der im DGH einen Raum mit etwa 50 Sitzplätzen bräuchte, sagt Vorsitzender Thomas Behr. Die Johanniter planen ein Quartiersmanagement mit Freizeit- und Serviceangeboten.

Arbeitsgruppe Jugend: Es ist nicht so, dass Bredenbeck für Kinder und Jugendliche nichts zu bieten hätte. Es gibt Krabbelgruppen, Spielplätze und die Bücherei, den Bolzplatz und den Jugendraum im Bonhoeffer-Haus. Aber reicht das? Beispiel Jugendraum: Geöffnet ist er nur bis 19 Uhr, und die Jugendlichen sind dort eigentlich auch nie für sich. Vielleicht wäre ein Schlüsselsystem für die Zeit nach 20 Uhr eine Idee. Ein Bauwagen als Treff wäre möglich. Ursprünglich sollte auch die Skateranlage bei Bredenbeck gebaut werden, nun wird es Wennigsen. „Das ist sehr schade“, bedauert Sigrid Pottschien von der Arbeitsgruppe.

Arbeitsgruppe Tourismus: Bredenbeck hat einiges zu bieten, etwa das Rittergut, das Kalkwerk und die Kornbrennerei. Gerade diese Alleinstellungsmerkmale will das Dorf für seine Außendarstellung noch besser herausstellen und vermarkten. Der Ort „hat ein riesiges Potenzial, das wir uns erschließen können“, sagt Lena Hermann von der Arbeitsgruppe. Manche Infotafeln und Wegweiser zu (geschichtlich) bedeutsamen Orten sind schlecht lesbar oder fehlen völlig. Am wichtigsten aber ist aus Sicht der Arbeitsgruppe: Bredenbeck braucht eine eigene Internetseite. Das soll sich nun als erstes möglichst schnell ändern.

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