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Mehr Platz für Kinder gesucht

Wennigsen Mehr Platz für Kinder gesucht

Die Gemeinde Wennigsen hat noch viele Aufgaben vor sich, einige hat sie aber bereits erfüllt - teilweise sogar mehr als nötig. Das war der Tenor der Sozialausschuss-Sitzung, bei dem die Themen Flüchtlinge und Kinderbetreuung im Mittelpunkt standen.

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In Wennigsen fehlen Kita- und Krippenplätze.

Quelle: Bernd Wüstneck

Wennigsen. Den Tagesordnungspunkt "Sachstand Asyl" eröffnete Barbara Zunker, Sozialfachbereichsleiterin der Gemeinde Wennigsen, mit einer "guten Nachricht, denn wir haben unsere Quote bis Jahresende bereits jetzt erfüllt". Bis zum 31. Dezember hätte die Gemeinde 129 neue Flüchtlinge aufnehmen müssen. "Dies ist schon erledigt, im Januar war noch von 300 neuen Personen die Rede". Aktuell leben damit im Gemeindegebiet 236 sogenannte Leistungsempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die meisten davon aus Syrien (68) und dem Irak (35), 30 Menschen sind Staatenlose.

Die Flüchtlingszahlen könnten jedoch steigen wegen des Familiennachzugs. "Darauf haben die Personen ein Recht, wir können das nicht verweigern", sagt Zunker. Das Recht besagt, dass die Gemeinde binnen 24 Stunden eine Unterkunft zur Verfügung stellen muss. "Es kam schon vor, dass Personen freitags um 15 Uhr vor dem Rathaus standen. Da helfen wir natürlich trotzdem", sagte Zunker - und erhielt stellvertretend für die Gemeinde für dieses unbürokratische Vorgehen Lob vom Sozialausschuss.

Die Flüchtlingswelle aus dem Vorjahr hat nun auch Auswirkungen auf die Kinderbetreuung. In Wennigsen fehlen aktuell 26 Krippenplätze sowie zehn Kita-Plätze. Für die AWO-Kindertagesstätte "Deisterspatzen" erscheint eine Erweiterung möglich um jeweils 20 Plätze für Krippe und Kita. "Es gab schon Telefonate mit der AWO, die Bereitschaft für eine Erweiterung ist vorhanden", berichtet Zunker. Dies alles wird die Verwaltung nun prüfen, genauso wie eine Erweiterung des Kindergartens "Märker Strolche". Viel schwerer wird es in Bredenbeck. "Dort sind die Räumlichkeiten beschränkt. Für Bredenbeck suche ich händeringend, ich finde aber nichts."

Während der Ausschusssitzung berichtete auch das neue Jugendparlament (Jupa) von der Jupa-Wahl. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,7 Prozent, vor einigen Jahren betrug die Beteiligung noch die Hälfte.

Von Stephan Hartung

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