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Sozialkaufhaus will expandieren

Wenngisen Sozialkaufhaus will expandieren

Das soziale Kaufhaus platzt aus allen Nähten. Sogar mit der Lagerhalle für Möbel, die erst vor Kurzem angemietet wurde, reicht der Platz nicht. Im Oktober soll nun eine weitere Zweigstelle eröffnen.

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Vollgestopft: Das soziale Kaufhaus platzt aus allen Nähten. Nun planen die Betreiber eine neue Zweigstelle.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. In den neuen Räumen wird schon umgebaut. Wo sich die Zweigstelle befindet, möchte Gesellschafter Sven Gerlach von der Domäne Wennigsen noch nicht öffentlich sagen. Nur so viel verrät er: Die Dependance soll ein Textilkaufhaus werden. „Inzwischen werden uns so viele Kleidungsstücke gespendet, dass wir die Sachen nicht vernünftig präsentieren können“, sagt Gerlach. Das soziale Kaufhaus nimmt fast alles an Textilien an. Nur Unterwäsche, Matratzen, Kopfkissen und Bettdecken werden aus hygienischen Gründen gebraucht nicht weiter verkauft.

In der neuen Zweigstelle soll für die Mitarbeiter auch ein Arbeitsplatz eingerichtet werden, an dem abgegebene Küchengeräte und andere Elektroware, Monitore und Drucker auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden können. Was im sozialen Kaufhaus weiterverkauft wird, darf nicht kaputt sein.

Das Kaufhaus gibt es seit gut einem Jahr. Mitte Mai, als der Laden an der Hauptstraße seinen ersten Geburtstag feierte, eröffneten die Betreiber zusätzlich das Möbellager in einer Halle neben dem Naturkosmetikhersteller Laverana am Weingarten. Keine zweieinhalb Monate später reichen die 300 Quadratmeter, die in der Halle zur Verfügung stehen, nicht mehr aus. Manche Möbel stehen jedoch nicht lange im Lager: Das soziale Kaufhaus stattet auch Flüchtlingswohnungen aus und unterstützt so die Kommunen in der Flüchtlingsarbeit. Gestern gab es eine Lieferung nach Gehrden. Das Kaufhaus hat sich eigens einen Kleintransporter angeschafft.

Gerlach hofft, dass die Einrichtung möglichst bald weitere etwa 200 Quadratmeter in der Lagerhalle nutzen kann. Denn aller Voraussicht nach wird der derzeitige Mitmieter die Halle demnächst verlassen.

20 Helfer packen ehrenamtlich im Laden mit an

Blusen, T-Shirts und Hosen hängen an den vielen Bügeln, in allen Farben und Größen. In der einen Ecke stapeln sich Handtücher, in der anderen meterhoch Bücher. Überall steht Geschirr: Teller und Tassen und auch zwei hübsche Terrinen aus Seltmann-Porzellan.

Das Angebot im Sozialkaufhaus ist groß und wird gut angenommen. 30000 Artikel seienim ersten Jahr verkauft und 7500 zahlende Kunden registriert worden, sagen die Betreiber. 20 Helfer packen im Laden und im Lager ehrenamtlich mit an. Seit Anfang des Monats gehören auch vier Asylbewerber zum Team, die von der Gemeinde vermittelt wurden. Die Beschäftigung läuft nach dem Prinzip der Ein-Euro-Jobs des Jobcenters.

Rentnerin Christa Herrschaft (68) kommt zweimal in der Woche für ein paar Stunden. „Ich mache es gerne“, sagt die Wennigserin und greift sich einen Karton mit Kleidung. Gerade hat eine Frau einen Stapel Oberteile vorn an der Kasse abgegeben. Die Flanellhose etwa habe sie nie getragen, sagt die Spenderin. Nun könne sich jemand anderes für kleines Geld darüber freuen.

Das soziale Kaufhaus an der Hauptstraße ist wochentags von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19 Uhr sowie sonnabends von10 bis 13 Uhr geöffnet. Lagerverkauf am Weinberg ist dienstags und freitags von 10 bis 18 Uhr. jbö

Von Jennifer Krebs

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