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Sozialverband sorgt sich um die Ortsvereine

Wennigsen Sozialverband sorgt sich um die Ortsvereine

Der Sozialverband Deutschland sorgt sich um das Fortbestehen seiner Ortsvereine. Es finden sich laut Brigitte Meier, der 2. Vorsitzenden des Kreisverbandes Hannover-Land, immer weniger Menschen, die Vorstandsarbeit leisten wollen. Daher wird über einen Zusammenschluss auf Stadtebene nachgedacht.

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Der Vorstand des Sozialverbandes ehrt  Edith Bödecker (ganz links), Waldemar Nicke (vorne) und Hannelore Wollermann (4. von rechts) für 25-jährige Mitgliedschaft.

Quelle: Björn Franz

Wennigsen. Es waren deutliche Worte, die Meier am Rande der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Wennigsen fand. "Uns brechen die Ortsvereine weg", sagte die stellvertretende Kreisvorsitzende. "Wir finden immer weniger Menschen, die sich im Vorstand engagieren wollen. Und diejenigen, die es jetzt tun, werden nicht jünger." Der derzeitige Altersschnitt der Vorstandsmitglieder in den 51 Ortsvereinen des Kreises Hannover-Land betrage 67 Jahre. Tendenz steigend.

Um das Problem zu lösen, das auch andere Vereine und Verbände plagt, wird laut Meier über eine Neustrukturierung der Vorstandsarbeit nachgedacht. Dazu wird es Ende April eine Arbeitstagung mit Vertretern aus allen Ortsverbänden geben, bei der die Zukunftspläne ausgearbeitet werden sollen. "Es könnte eine Lösung sein, die Ortsverbände zu Stadtverbänden zusammenzuführen, die dann einen gemeinsamen Vorstand haben", sagte die Funktionärin in Wennigsen. "Das Geld würde selbstverständlich in den jeweiligen Ortsvereinen verbleiben", sagte Meier. "Wir wollen keine Ortsverbände schließen, sondern etwas Bürokratie abbauen - und dieser Schritt wäre eine erhebliche Entlastung."

Gerade in Wennigsen ist die Problematik, engagierte Mitglieder für die Vorstandsarbeit gewinnen zu können, gut bekannt. Im vergangenen Jahr wurde der Ortsverein Bredenbeck aufgelöst und fusionierte mit dem Wennigser Sozialverband, der im vergangenen Sommer seinen 70. Geburtstag feierte. Beide zusammen hatten zum Jahreswechsel laut der 1. Vorsitzenden Waltraud Trümper nun insgesamt 376 Mitglieder. Sie hatte den Vorsitz erst im vergangenen Jahr übernommen, nachdem die langjährige Vorsitzende Regina Kolodzyk das Amt aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste.

Trümper und Meier konnten während der Versammlung in der Möllerburg mehrere Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit auszeichnen. Unter anderem erhielten Edith Bödecker, Hannelore Wollermann und Waldemar Nicke Ehrennadeln für 25-jährige Mitgliedschaft im Sozialverband Deutschland.

Das ist der SoVD: Der Sozialverband Deutschland ist ein sozialpolitischer Interessenverband, der sich für die Stärkung der sozialen Rechte einsetzt. In Niedersachsen hat er mehr als 270 000 Mitglieder, davon allein im Kreisverband Hannover-Land knapp 15 000. Im Beratungszentrum in Hannover beantworten Sozialberater Fragen rund um die Themen Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit und Hartz IV. Laut der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Brigitte Meier wurden im vergangenen Jahr im Beratungszentrum Hannover Leistungen im Wert von knapp 3,6 Millionen Euro erstritten. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es nur 2,7 Millionen Euro gewesen.

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Der Vorstand des Sozialverbandes ehrt  Edith Bödecker (ganz links), Waldemar Nicke (vorne) und Hannelore Wollermann (4. von rechts) für 25-jährige Mitgliedschaft.

Quelle: Björn Franz
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