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Gerätehaus treibt Ortsfeuerwehr in die Enge

Degersen Gerätehaus treibt Ortsfeuerwehr in die Enge

Zu klein, zu eng, zu flach - kaum noch zu verantworten: Seit Jahren klagen die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Degersen über die miserablen Arbeitsbedingungen in und rund um ihr Gerätehaus. Jetzt spitzt sich die Lage zu: Der geplante Kauf eines größeren Einsatzfahrzeugs treibt die Feuerwehr und die Gemeinde buchstäblich in die Enge.

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Zu wenig Platz: Die Ausschussmitglieder überzeugen sich bei einer Ortsbesichtigung davon, dass das Feuerwehrgerätehaus in Degersen nicht mehr den Anforderungen genügt.

Quelle: Ingo Rodriguez

Degersen. Die Mitglieder des Feuerwehrausschusses der Gemeinde haben sich bei einer Ortsbesichtigung in Degersen noch einmal persönlich davon überzeugt: Das Feuerwehrgerätehaus wird den Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Mängelliste ist nicht nur lang. Spätestens jetzt ist allen Beteiligten auch klar: Der ehrenamtliche Einsatzbetrieb in Degersen wird von der Feuerwehrunfallkasse (FUK) nur noch stillschweigend geduldet.

Ortsbrandmeister Jörg Ommen machte sich trotz der hinlänglich bekannten Situation noch einmal die Mühe, den Ausschussmitgliedern alle Probleme zu erläutern. Vor fünf Jahren hatten FUK-Mitarbeiter als Vertreter der gesetzlichen Unfallversicherungsträgerin bei einem Ortstermin allerhand zu beanstanden: Das Einsatzfahrzeug passt gerade mal in die Garage, kaum Platz zum Ein- und Aussteigen, Verletzungsgefahren auch beim Umziehen direkt hinter dem Wagen. "Damit die sich Einsatzkräfte in der Fahrzeughalle umziehen können, muss das Auto rausgefahren werden", beschrieb Ommen die unzumutbaren Zustände.

Die weitere Beurteilung der FUK ist sogar im Schnelldurchlauf niederschmetternd: zu wenig Platz für die Einsatzkleidung, keine getrennten Umkleidekabinen, keine Duschen, der Gruppenraum zu klein, zu wenig Parkplätze, keine mögliche Trennung von ankommenden und abfließenden Verkehr, Stolperfallen. "Von den unseren 31 Aktiven bringen einige ihre Einsatzkleidung von zu Hause mit", so Ommen.

Das Besondere: Nicht für alle Ausschussmitglieder waren Ommens Ausführungen neu. Auch in der Gemeindeverwaltung sind die Probleme bekannt. Bislang spielten alle Beteiligten aber auf Zeit - mangels geeigneter Standortalternativen und hoher Investitionskosten. Jetzt gerät die Gemeinde aber in Zugzwang. Der Grund: Laut Feuerwehrbedarfsplan bekommt die Ortsfeuerwehr Degersen im Jahr 2017 nicht nur ein größeres Einsatzfahrzeug, sondern auch noch einen Mannschaftstransportwagen. Doch wohin damit? Die Fahrzeugbox ist zu flach, eine zweite Box gibt es nicht. Was erschwerend hinzu kommt: In dem 1964 errichteten Gebäude der Gemeinde lassen sich die Forderungen der FUK nicht einmal mit umfangreichen Umbauten umsetzen. "Dieses Gerätehaus hat keine Zukunft", fasste Ortsbürgermeister Walter Rasch die Situation zusammen.

Auch der Ausschussvorsitzende Joachim Batke hatte nach der Besichtigung erkannt: "Realistisch gibt es keine Perspektive an diesem Standort." Die Teamleiterin Rosemarie Ogsoka von der Gemeindeverwaltung sieht das zwar genau so. Offenbar ist es aber gar nicht so leicht, eine Lösung zu finden. "Bei den nächsten Haushaltsberatungen müssen wir angesichts der eingeplanten Fahrzeugbeschaffungen sehen, wie es weiter geht", sagte sie. Die Suche nach einer geeigneten Alternativunterkunft oder nach einem passenden Grundstück für einen Neubau gestalte sich in Degersen schwierig. "Wir stehen in Gesprächen, aber noch ist nichts spruchreif."

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Fotostrecke Wennigsen: Gerätehaus treibt Ortsfeuerwehr in die Enge

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