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Friedhofstoilette wird nun doch nicht gebaut

Bredenbeck Friedhofstoilette wird nun doch nicht gebaut

Den Besuchern des Ruheforstes Deister wird auch künftig keine Toilette in der Steinkrüger Forst zur Verfügung stehen. Dem Betreiber liegen zwar die notwendigen Genehmigungen für einen kleinen Toilettenanbau vor. Die Gemeinde will aber nicht die die laufenden Kosten für Wasser und Strom übernehmen. Deshalb wird das Klo nicht gebaut.

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Weiterhin weit und breit kein Klo in Sicht: Am Steinkrüger Weg wird am Pumpenhaus der Purena nun doch kein Toilettenanbau für die Besucher des Ruheforstes errichtet.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. Eine kleine Toilette in der Nähe des Ruheforstes: Für viele Trauergäste und Besucher der Ruhestätten in der Steinkrüger Forst ist das immer wieder ein dringendes Bedürfnis - aber der Wunsch bleibt wohl unerfüllt. Das Projekt ist offenbar gestorben. "Die Pläne sind wieder in der Schublade gelandet", sagt Ruheforst-Betriebsleiter Ralf Schickhaus.

An der Notwendigkeit einer Friedhofstoilette am Rand des Deisters besteht indes kein Zweifel. Seit der Inbetriebnahme der Anlage vor acht Jahren sind dort die Besucherzahlen rasant angestiegen. Laut Schickhaus gibt es inzwischen pro Woche bereits bis zu 15 Beisetzungen mit jeweils durchschnittlich zehn bis 15 Trauergästen - Besucher der bereits vorhandenen Ruhestätten nicht inbegriffen. Und schon seit Jahren signalisieren die Friedhofsbesucher auch regelmäßig, dass eine fehlende Toilette abseits der Wohnbebauung ein Notstand ist.

Der private Ruheforstbetreiber hatte auf diese Hinweise deshalb bereits vor mehr als einem Jahr reagiert. Der Plan: Ein kleiner Toilettenbau am Pumpenhäuschen des Strom- und Wasserversorgers Purena - rund 50 Meter vom Eingang des Ruheforstes entfernt, direkt neben dem Parkplatz am Ende des Steinkrüger Weges. "Das ist nach langen Verhandlungen mit der Unteren Naturschutzbehörde die einzige Lösung, weil das gesamte Areal im Landschaftschutzgebiet liegt - und dort ist Bauen sonst unzulässig", sagt Schickhaus. Einzige Zusatzbedingung der Behörde: Eine Ausgleichsfläche.

Schickhaus hatte bei der Region Hannover sogar schon eine Baugenehmigung beantragt. "Wir haben die Planung durchgeführt, mit der Purena verhandelt, die Genehmigungen und einen Architekten bezahlt - alles bis hin zur Baureife", sagt Schickhaus. Ein Baubeginn ist jedoch nicht in Sicht - weil die Gemeinde nicht bereit ist, für die Toilette die laufenden Unterhaltungskosten für Strom und Wasser zu übernehmen. Dazu hatte die Ruheforstbetriebsleitung die Gemeinde angesichts der Einrichtung einer öffentlichen Toilette aufgefordert - vergeblich.

"Der Ruheforst ist eine private Einrichtung, und die laufenden Unterhaltungskosten für eine Toilette sind eine freiwillige Leistung", sagt Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke und verweist auf die bestehende Haushaltssperre. Wenn für die Friedhofsbesucher dort eine Toilette erforderlich sei, müsse der Betreiber eine solche Anlage selbst installieren und unterhalten, begründet der Bürgermeister die Haltung der Gemeinde.

Für Schickhaus ist allerdings genau aus diesem Grund klar: "Dann lässt sich das Projekt nicht realisieren." Der Ruheforst-Betriebsleiter hat sogar Verständnis für die Sparzwänge der Gemeinde. Er sagt aber auch: "Es gab nicht einmal einen Dialog, sondern nur ein grundsätzliches Nein der Gemeinde zur Übernahme der freiwilligen Leistung." Schickhaus nimmt nur vorsichtig Stellung zu den weiteren Umständen der gescheiterten Einigung: "Die Gemeinde ist Träger des Friedhofs und an den Umsätzen beteiligt", sagt er. Die Gemeinde ziehe Vorteile aus dem Ruheforst. "Aber an den Kosten für die Toilette will sie sich in diesem Fall trotzdem nicht beteiligen", so Schickhaus. Dann sei das Projekt eben nicht umsetzbar.

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