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Gemeinde trauert um Hans-Heinrich Warnecke

Bredenbeck Gemeinde trauert um Hans-Heinrich Warnecke

Auf die Nachricht vom völlig unerwarteten Tod des Bredenbecker Ortsbürgermeisters Hans-Heinrich Warnecke reagieren Dorfbewohner und Kommunalpolitiker mit großer Bestürzung. Der CDU-Ratsherr war am Mittwochabend nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren gestorben.

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Entwurzelt: Im Garten von Hans-Heinrich Warnecke haben 2014 heftige Regenfälle einen großen Kirschbaum unterspült und zu Fall gebracht.

Quelle: Rodriguez

Bredenbeck/Wennigsen. Am Vormittag danach deutete in Bredenbeck auf den überraschenden Tod des Orsbürgermeisters zunächst noch nichts hin: Vor dem Hof der Kornbrennerei Warnecke waren keine Blumen oder Kerzen abgelegt worden, Hinweise auf einen Trauerfall gab es keine. Nur langsam sickerte im Dorf die Schreckensnachricht durch. "Da ist mir noch  nichts von zu Ohren gekommen", sagte die Verkäuferin einer nahe gelegenen Bäckerei zu einem Kunden sichtlich überrascht.

Auch der Betreiber eines mobilen Imbisses hatte vom Tod des Ortsbürgermeisters noch nichts erfahren. "Das ist schrecklich. Ich habe doch erst vorhin bei seinem Sohn den Schlüssel für die Scheune abgeholt, weil ich von dort Strom für den Imbisswagen bekomme. Da hab ich das noch nicht gewusst", sagte der Mann spürbar fassungslos.

Schneller hatte sich die Nachricht dagegen im Internet über die sozialen Netzwerke verbreitet. Auch Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke zeigte sich am Vormittag tief betroffen und äußerte große Anteilnahme. Sein Mitgefühl gelte der gesamten Familie Warnecke, so der Bürgermeister. Er würdigte vor allem das ehrenamtliche politische Engagement des CDU-Ratsherren. "Er war gesellschaftlich und politisch tief verwurzelt in der Gemeinde, insbesondere in Bredenbeck", sagte Meineke. Warnecke habe Themen immer mit viel Leidenschaft diskutiert."Vor allem Belange von Jugendlichen waren für ihn eine Herzensangelegenheit", sagte Wennigsens Bürgermeister.

Warnecke war seit 2011 amtierender Ortsbürgermeister von Bredenbeck, seit 2006 Ortsratsmitglied und als Christdemokrat auch Mitglied des Gemeinderates - unter anderem als stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses, aber auch als CDU-Ratsherr im Bau- und Umweltausschuss. Bürgermeister Meineke verwies auch auf Warneckes besonderen Leistungen in Bredenbeck: "Er hat das Dorf zuletzt in einer schwierigen Phase begleitet, hat sich ja sogar selbst darum gekümmert, dass nach der Schließung der Dorffleischerei kurz eine Wurstbasarfiliale eröffnet wurde", sagte Meineke. Außerdem sei auch der Betrieb seiner Kornbrennerei ein Leuchtturm im Calenberger Land - wirtschaftlich und kulturell. Erst am Himmelfahrtstag hatten Hunderte von Menschen aus der gesamten Region auf Warneckes Hof den beliebten Frühschoppen des Familienunternehmes besucht - nur eine von zahlreichen Großveranstaltungen auf dem Hof der Kornbrennerei.

Auf die schwere Krankheit des Ortsbürgermeisters hatte in den vergangenen Tagen öffentlich wenig hingedeutet. Er hatte aber seit etwa 14 Tagen krankheitsbedingt seine politischen Ämter in den Gemeindegremien vorübergehend ruhen lassen und auch die Leitung der jüngsten Ortsratssitzung seinem Stellvertreter Heiko Farwig übertragen. Dieser äußerte sich jetzt ebenfalls tief betroffen. "Wir sind bestürzt und können noch gar nicht sagen, wie es weiter geht", sagte Farwig am Nachmittag.

Laut Gemeindeverwaltung fungiert Farwig in Bredenbeck nun kommissarisch als Ortsbürgermeister. Trotz der bevorstehenden Kommunalwahl im September sei jedoch noch eine regelrechte Nachfolgerwahl erforderlich. Gemäß Wahlliste rücke Für Warnecke die CDU-Parteikollegin Ursula Veit in den Ortsrat nach, Wennigsens stellvertretender Ortsbürgermeister Franz Blazek sei Nachrücker in den Gemeinderat. Beide CDU-Kommunalpolitiker werden laut Verwaltung derzeit informiert. Die kurzfristige Amtsübernahme hänge von ihrem Einverständnis ab.

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