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Ein Abenteuer in 14 Etappen

Bredenbeck Ein Abenteuer in 14 Etappen

Mit Muskelkraft und Kettenantrieb: Der Bredenbecker Heinz Mensing ist 14 Tage lang mit einem Tourenrad von Boston bis nach Washington gefahren - entlang der Ostküste, ganz allein, mit einem Rucksack und zwei Satteltaschen. Auf seiner Städtetour legte der 60-Jährige rund 1600 Kilometer zurück.

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Schnappschuss auf Städtetour: Heinz Mensing posiert in New York am Times Square.

Quelle: privat

Bredenbeck. Er ist Computerspezialist, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder - und er hat offenbar großes Fernweh. Denn: Der 60-jährige ist ein Wiederholungstäter. "Ich bin vor drei Jahren schon einmal etwa 2000 Kilometer an der Westküste der USA von Vancouver nach San Francisco geradelt", sagt Mensing.

Jetzt hat er es wieder getan. Und wieder gab es für Mensing außer seiner Muskelkraft nur einen Antrieb: "Ich lerne gerne Land und Leute kennen", sagt er. Und warum ausgerechnet mit dem Fahrrad? Zumal Mensing nach eigenen Angaben im Alltag nicht außergewöhnlich viel in die Pedale tritt. "Mit dem Auto rauscht man ja nur schnell durch, und beim Wandern kommt man nicht schnell genug voran", begründet er die Wahl seines Fortbewegungsmittels.

Dann kommt Mensing ins Plaudern. Und der Mann aus Bredenbeck hat viel zu erzählen über seine Erlebnistour in diesem Sommer. "Ich bin mit dem Flugzeug von Hannover über Frankfurt nach Boston geflogen - eine Satteltasche als Handgepäck, das Tourenrad ging in einem Spezialkarton als Zusatzgepäck mit", erzählt Mensing. Die Strecke hatte er schon in den vorangegangenen Wochen genau geplant: 14 Tagesetappen mit einer Distanz von jeweils bis zu 140 Kilometern, an allen Zielorten Hotels vorgebucht. Und im Gepäck? "Nur leichte Sommerkleidung, Regenzeug, Kulturtasche und ein zweites Paar Schuhe", sagt Mensing. Zwischendurch habe er im Hotel aber regelmäßig seine Kleidung gewaschen.

Was bei seinem Trip nicht zum Einsatz kam: Ersatzschläuche für die Reifen. "Ich hatte keine einzige Panne", sagt Mensing und schmunzelt. Regelmäßig benutzt hat der sportliche Radler dagegen seinen Fotoapparat. Auf seinem Weg von Boston in Richtung Süden hat Mensing viel gesehen: In New York die Freiheitsstatue, den Central Park und den Times Square, in Washington das Weiße Haus. Aber schon im Schnelldurchlauf verrät die Sammlung seiner digitalen Fotos, dass Mensing nicht nur Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen hat. "Ich bin mit so vielen Leuten ins Gespräch gekommen, habe Menschen kennen gelernt und bin sogar zu einem Konzert mitgenommen worden", sagt Mensing. Kontaktscheu? Nein, das ist er gewiss nicht.

Was kaum zu glauben ist: Nicht einmal die körperlichen Anstrengungen seiner ausgedehnten Fahrradtour haben den Bredenbecker aus dem Gleichgewicht gebracht. Im Gegenteil: "Ich bin total erholt zurück gekommen", sagt Mensing. Dabei war seine Reise durch Nordamerika alles andere als ein Spaziergang. "Ich saß täglich von 8 bis etwa 17 Uhr im Sattel, habe mich von Ort zu Ort auf Highways und Nebenstraßen fortbewegt", sagt Mensing. Skurril: Um möglichst viel Zucker und Energie aufzunehmen, habe er sich oft von Fast Food ernährt - und jede Menge Cola getrunken.

Eine Botschaft liegt Mensing nach seiner Tour aber besonders am Herzen. "Ich bin nie ein Risiko eingegangen", betont er. Das hat auch seine Frau gewusst - die ihn schließlich am Zielort der letzten Etappe glücklich in die Arme schloss. "Wir waren regelmäßig über ein Mobiltelefon in Kontakt", sagt Mensing.

Reisebericht mit Bilderschau

Heinz Mensing will am Donnerstag, 29. September, um 19.30 Uhr beim ADFC-Radlertreff in der Pinkenburg in Wennigsen über die Stationen und Erlebnisse seiner Fahrradtour durch Nordamerika berichten. Dabei wird Mensing auch etliche Digitalfotos von seiner Reise vorführen. Die Veranstaltung dauert etwa eine Stunde. Der Eintritt ist kostenlos.

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Fotostrecke Wennigsen: Ein Abenteuer in 14 Etappen

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