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Verjüngungskur für das Wasserräder-Gelände

Wennigsen Verjüngungskur für das Wasserräder-Gelände

Umbaupläne für ein beliebtes Ausflugsziel: Die Bastlergemeinschaft Wennigser Wasserräder will das Gelände an der Feldbergquelle im Deister mithilfe von Fördergeldern grundlegend erneuern und umgestalten. 60 Jahre nach dem Aufbau der ersten Modelle ist die Finanzhilfe bereits beantragt.

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Kurz vor dem Aufbau der Wasserräder ist die Anlage rund um die Feldbergquelle zwar schon ein Ausflugsidyll. Ebenso wie die vom Regen ausgewaschenen Stufen sind aber auch eine Holzbank auf dem Aufenthaltsplatz (siehe Bildergalerie) sowie die gegenüberliegende Holzhütte in einem schlechten Zustand.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Für den Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins zur Pflege der Wasserräder ist die Grunderneuerung der Anlage unweit des Blanketeichs dringend notwendig: „In die Aufenthaltshütte mag sich doch eigentlich kaum noch jemand reinsetzen: Sie ist abgängig, dunkel und stinkt“, sagt Arthur Fechner. Auch die Anlage rund um die Feldbergquelle – dort werden die wasserbetriebenen Miniaturwelten in Kürze von den Bastlern wieder aufgebaut – hält Fechner für sanierungsbedürftig. „Die Holzstufen sind vom Regen ausgewaschen, und auch die Geländer müssen mittelfristig erneuert werden, sonst wird es zu gefährlich für Besucher“, sagt Fechner.

Im Februar hat die Bastlergemeinschaft deshalb mit Unterstützung der Gemeinde Wennigsen einen Förderantrag bei der Region Hannover eingereicht: Die Umgestaltung und Grunderneuerung soll aus einem Fördertopf für regionale Naherholung mit 33 000 Euro bezuschusst werden. „Wir wollen die alte Holzhütte in Eigenarbeit abreißen und ein wesentlich attraktives Modell auf dem großen Aufenthaltsplatz errichten lassen“, nennt Fechner einen Bestandteil der Pläne. Er hat deshalb in wenigen Tagen einen Besichtigungstermin mit einem Vertreter der Naturschutzbehörde der Region. „Die geschotterte Freifläche liegt im Landschaftsschutzgebiet, deshalb wird geprüft, ob es den Bestimmungen entspricht, dort die neue Hütte barrierefrei im Boden zu verankern“, sagt Fechner.

Er hat mit den Vorstandkollegen aus dem Bastlerverein Angebote und Kostenschätzungen eingeholt – und auf dieser Grundlage gemeinsam mit dem kommunalen Wirtschaftsförderer Christian Mainka den Förderantrag gestellt. „Die Summe von 33 000 Euro beinhaltet Materialkosten und Arbeiten, die nicht in Eigenleistung erledigt werden können“, sagt Mainka. Vermutlich werde die Regionsversammlung im Sommer über eine mögliche Bewilligung entscheiden. „Bei einem positiven Votum kann kurz danach schon der Förderbescheid kommen“, sagt Mainka.

Gute Chancen räumt auch die Landschaftsarchitektin Gudrun Viehweg einer Bewilligung ein. Die Geschäftsführerin der Planungsgesellschaft Amtshof Eicklingen betreut als Regionalmanagerin Projekte für die integrierte ländliche Entwicklung in der Förderregion Calenberger Land. „Angesichts des überregionalen Bekanntheitsgrades der Touristenattraktion Wasserräder ist mit einer Bewilligung von Fördergeld zu rechnen“, sagte sie jetzt im Finanzausschuss der Gemeinde.

Wirtschaftsförderer Mainka kann sich vorstellen, dass die Bastler im Fall einer Förderzusage schon in diesem Sommer mit ersten Eigenarbeiten beginnen können. Der Vorsitzenden Fechner glaubt aber, dass die bevorstehende Wasserrädersaison von Mai bis Oktober noch ohne grundlegende Umbauten abgewickelt werde. Trotzdem setzt er voll auf eine Bewilligung der Zuschüsse: „Im Fall einer Zusage will ein Spender auch noch zwei neue Holzbänke finanzieren“, sagt der Bastlerchef.

60-jähriges Bestehen wird mit Lichterfest gefeiert

Die derzeit 19 aktiven Mitglieder der Bastlergemeinschaft der Wasserräder arbeiten momentan in ihrer Vereinswerkstatt an der Hirtenstraße mit Hochdruck daran, die Reparatur- und Wartungsarbeiten an den 21 Modellen abzuschließen. Wie in jedem Jahr werden die Miniaturwelten von den ehrenamtlichen Helfern des gemeinnützigen Vereins Ende April aus dem Winterquartier geholt. Am 28. April werden die Wasserräder zu Saisonbeginn mit Anhängern in den Deister transportiert und dort aufgebaut.

Am Sonnabend, 13. Mai, wird die Saison um 15 Uhr mit einer großen Feier eröffnet – zum 60. Mal seit dem Bau der ersten Modelle. Anlässlich des Jubiläums wird eine neue Murmelbahn-Wassermühle aufgebaut, die von Maschinenbaustudenten der Hochschule Hannover konstruiert und im April bei der Hannover-Messe präsentiert wird.

Für den 26. August ist ein Lichterfest an der Feldbergquelle geplant. Eintritt wird nicht erhoben, für Materialkosten ist der Verein auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Am 5. Oktober endet die Saison mit dem Abbau. Mehr Informationen gibt es auf www.die-wasserraeder.de.

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Fotostrecke Wennigsen: Verjüngungskur für das Wasserräder-Gelände

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