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Klostergrund: Konkrete Gespräche mit Investor

Wennigsen Klostergrund: Konkrete Gespräche mit Investor

Kein Biotop, sondern weiterhin Areal für ein seit Jahren geplantes Wohngebiet: Der Klostergrund ist nach einer groß angelegten Pflegeaktion wieder als designiertes Bauland erkennbar. Die Klosterkammer hat das völlig zugewachsene Areal für konkrete Gespräche mit einem möglichen Investor herrichten lassen.

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Mit schwerem Gerät: Die Mitarbeiter der beauftragten Firma für Landschaftspflege bearbeiten rund sieben Hektar große Areal an der Degerser Straße mit zwei Mähfahrzeugen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Für die Mitarbeiter eine Garbsener Firma für Landschaftspflege entpuppte sich der Auftrag der Klosterkammer Hannover als echte Fleißarbeit: Dichtes Gestrüpp, schulterhohe Wurzelkräuter, wildes Strauchwerk, sogar eine völlig überwucherte Holzhütte, ein zugewachsener Maschendrahtzaun und kiloweise illegal entsorgter Sperrmüll - davon ist auf dem rund sieben Hektar großen Areal an der Degerser Straße jetzt nichts mehr zu sehen.

Einen Tag lang haben die Landschaftspfleger die Brachfläche mit schweren Maschinen bearbeitet und einen ganzen Anhänger mit Sperrmüll abtransportiert - sogar ein altes Sofa hatten Müllsünder im dichten Gestrüpp entsorgt.

Nach der Pflegeaktion ist nun auch klar: Der Klostergrund hat sich innerhalb der vergangenen Jahre nicht zu einem Naturschutzgebiet im gesetzlichen Sinne entwickelt. "Dort ist kein Biotop mit seltenen oder gesetzlich zu schützenden Lebewesen entstanden", betont die Sprecherin der Klosterkammer, Kristina Weidelhofer. Die Mäh- und Aufräumarbeiten seien mit der Region Hannover behördlich abgestimmt worden.

Zuletzt war offen darüber spekuliert worden, ob sich das Areal zwei Jahre nach der jüngsten Pflegeaktion überhaupt noch uneingeschränkt als Bauland nutzen lasse. Eine Prüfung der Region ergab aber: nur vermeintlich ein zu schützendes Biotop.

Mit der Pflegeaktion hat die Klosterkammer auch vielen Anwohnern einen großen Gefallen getan. Immer wieder hatte es zuletzt Beschwerden über dichtes Unkraut auf dem angrenzenden Gehweg gegeben. Gehäuft hatten sich zudem Stimmen über den verwilderten Zustand des eigentlich exklusiven Geländes.

Trotz der exponierten Lage konnte die Klosterkammer ihre Neubaupläne an der Degerser Straße bislang immer noch nicht umsetzen. Dabei waren wegen des Bauvorhabens vor fast zehn Jahren etlichen Kleingärtnern ihre Parzellen gekündigt worden. Vier Jahre später erst wurden die einsturzgefährdeten Lauben der früheren Kolonie abgerissen. Aber bis heute geriet das Bauprojekt immer wieder ins Stocken.

Offenbar kommt aber wieder Bewegung in die Sache: "Wir haben die Fläche auch hergerichtet, weil konkrete Gespräche mit einem möglichen Investor laufen", sagt die Klosterkammersprecherin. Zum Verhandlungsstand will sie sich nicht äußern. Die Fläche sehe aber wieder besser aus, und ein freies Areal sei die Grundlage für ein Bauprojekt.

Wennigsens stellvertretender Ortsbürgermeister Franz Blazek, der auch Vorsitzender des Kleingartenvereins Klostergrund ist, findet für die gemähte Fläche neben der verbliebenen Kolonie nur lobende Worte. "Alles super abgeräumt", sagt Blazek.

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