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Verschönerungsverein ist empört über SPD-Flyer

Wennigsen Verschönerungsverein ist empört über SPD-Flyer

Etikettenschwindel oder Missverständnis im Wahlkampf? Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) hat mit großem Erstaunen eine Formulierung auf einem Wahlflyer der SPD zur Kenntnis genommen. Auf dem Flugblatt für die Kommunalwahl behauptet die SPD: „Wir haben an der Verschönerung des Bahnhofstunnels mitgewirkt.“

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Vom Schandfleck zur Visitenkarte: Auf Initiative des Verkehrs- und Verschönerungsvereins beginnen im August 2012 im Tunnel der S-Bahnstation Wennigsen die Verschönerungsarbeiten in Form eines Graffiti-Projekts. Nach der offiziellen Präsentation des Kunstwerks übergibt der VVV-Vorsitzende Wilfried Harting (siehe Bildergalerie) den beteiligten Kindern und Jugendlichen Dankesurkunden für ihr Mitwirken.

Quelle: Ingo Rodriguez/privat

Wennigsen. Das weist der VVV aber mit Nachdruck zurück. Die Idee zur Verschönerung des Tunnels der S-Bahnstation in Wennigsen habe 2011 ausschließlich der VVV-Wennigsen gehabt. Der VVV sei bei dem Graffiti-Projekt zwar von vielen lokalen Akteuren unterstützt worden. „Seitens der SPD fand aber weder eine finanzielle Unterstützung, geschweige denn eine tätige Mitwirkung statt“, sagt der VVV-Vorsitzende Wilfried Harting.

Vielmehr sei das Graffiti-Projekt mit dem Künstler Patrik Walton und Waldorfschülern sowie Wennigser Jugendlichen nach etwa einem Jahr Vorarbeit und Überwindung vieler Widerstände im Rat nur mithilfe der Geldspende eines VVV-Mitglieds realisiert worden. Der VVV nimmt das Projekt aber nicht für sich ganz allein in Anspruch. „Die Verschönerung des Bahnhofstunnels haben Mitglieder des VVV und die Waldorfschule Sorsum sowie die Jugendpflege Wennigsen unter Anleitung des Künstlers gestemmt“, sagt Harting. Dank gehe zudem an die tatkräftige Unterstützung des Bauhofs Wennigsen und der Deutschen Bahn. „Die haben die Vorarbeiten geleistet“, sagt Harting.

Die SPD-Ratsfrau Hannelore Nimmrich hält die Vorwürfe für ein bedauerliches Missverständnis. Die SPD-Fraktion im alten Ortsrat habe mit der Formulierung auf dem Kommunalwahlflyer („mitgewirkt“) nicht die aktive und tatkräftige Mithilfe vor Ort gemeint, wohl aber die politische Begleitung des Projekts im Ortsrat. Sie habe bereits Kontakt zum VVV aufgenommen, um das Missverständnis aufzuklären. Sie selbst habe zudem beschlossen, dem VVV in Kürze beizutreten.

Der Vorsitzende Harting ist jedoch weiterhin mit dem Vorgehen der abgelösten SPD-Ortsratsfraktion nicht einverstanden. „Wenn man so etwas auf einen Wahlflyer schreibt, muss das vorher abgestimmt werden“, findet er. Es sei nicht richtig, mit so einer Formulierung im Wahlkampf punkten zu wollen“, sagt der VVV-Vorsitzende.

Besonders verwunderlich ist für ihn die Anmaßung der SPD, „weil die ständige und aufwendige Pflege der Kunstwerke seit ihrer Entstehung wieder ausschließlich auf den Schultern der VVV-Mitglieder ruht.“ Nimmrichs Akündigung, in den VVV einzutreten, begrüßt er deshalb auch. „Gerne können die SPD-Mitglieder in den VVV-Wennigsen eintreten und künftig am Erhalt des Kunstwerkes im Bahnhofstunnel tätig mitwirken“, sagt Harting.

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Vom Schandfleck zur Visitenkarte: Auf Initiative des Verkehrs- und Verschönerungsvereins beginnen im August 2012 im Tunnel der S-Bahnstation Wennigsen die Verschönerungsarbeiten in Form eines Graffiti-Projekts. Nach der offiziellen Präsentation des Kunstwerks übergibt der VVV-Vorsitzende Wilfried Harting (siehe Bildergalerie) den beteiligten Kindern und Jugendlichen Dankesurkunden für ihr Mitwirken.

Quelle: Ingo Rodriguez/privat
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