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Kleine Forscher werden zu Autogrammjägern

Bredenbeck Kleine Forscher werden zu Autogrammjägern

Mit dem Leibniz Junior Lab bringen drei Studenten der Universität Hannover den Viertklässlern der Grundschule Bredenbeck die Wissenschaft näher. Und sie verraten dabei auch, welche Tiere bei Erfindungen als Vorbilder gedient haben.

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Die Viertklässler beobachten aufmerksam, wie sich unterschiedliche Körper im Windkanal verhalten.

Quelle: Björn Franz

Bredenbeck. Das größte Kompliment gab es ganz zum Schluss. Am Ende der beiden Unterrichtsstunden, in denen Mareike Henning, Janne Laskowski und Janos Alfred den Schülern der Klasse 4a einen kleinen Einblick in die Welt der Wissenschaft gegeben hatten, stürzten die gut 20 kleinen Forscher aufgeregt nach vorne. Schließlich wollten sie sich unbedingt noch Autogramme von den drei Studenten holen, die ihnen in der Grundschule Bredenbeck zuvor unter anderem anschaulich erklärt hatten, warum Pinguine im Prinzip eine ganze Menge mit einem Porsche zu tun haben.

"Wir wollen den Kindern zeigen, dass auch ein vermeintlich trockener Stoff sehr spannend sein kann", erklärte Alfred, der wie seine beiden Mitstudentinnen als wissenschaftliche Mitarbeiter der Leibniz-Universität regelmäßig mit dem Junior Lab in Grundschulen zu Besuch ist. Und dass dieses Vorhaben bei den Bredenbecker Grundschülern gelungen ist, konnte man nicht nur an den großen Augen der Kinder erkennen. Auch ihre kreativen Ideen sprechen dafür, dass der Forschergeist sie erreicht hat.

Denn zu Beginn der unterhaltsamen Unterrichtseinheit durften sich die Schüler Erfindungen wünschen, die dringend einmal gemacht werden sollten. Und das, was dabei herauskam, stellt die Wissenschaft vor einige Herausforderungen: So sollte es doch unbedingt einen Roboter geben, der die Wohnung aufräumt. Und auch die Hausaufgabenmaschine, der Traum wohl jedes Schülers, stand zusammen mit einer Bratpfanne, die selber Essen plant und zubereitet, ganz weit oben auf der Wunschliste.

Vor allem aber lernten die Kinder, für welche ganz realistischen Erfindungen die Natur den Wissenschaftlern Anregungen gegeben hat. So seien Adler mit ihren nach oben gebogenen Flügelspitzen Vorbild für moderne Flugzeugtragflächen gewesen. Genau wie die Klette für den Klettverschluss. Die Vermutung einer kleinen Forscherin, die Glühbirne sei von Glühwürmchen inspiriert worden, konnten die drei Studenten zwar nicht wissenschaftlich untermauern. Doch dafür zeigten sie mit Hilfe eines Windkanals sehr anschaulich, dass die aerodynamische Körperform der Pinguine den Ingenieuren beim Design der neusten Porsche-Modelle Pate gestanden hat.

Seit Herbst 2011 besuchen Studenten verschiedener Fachrichtungen Grundschulen in der Region Hannover und bieten mit dem Leibniz Junior Lab Experimente für Viertklässler an. Ziel ist es, Wissenschaft für Kinder mit alltagsnahen Experimenten greifbar zu machen und mittelfristig Nachwuchsförderung zu betreiben. Gab es anfangs nur den Schwerpunkt Physik, kam kurz darauf Maschinenbautechnik dazu. Seit dem Frühjahr 2015 gibt es nun auch Einheiten zur Meteorologie. Informationen und die Möglichkeit der Online-Buchung eines Unterrichtsbesuchs gibt es im Internet unter www.leibniz-juniorlab.de oder per Mail unter leibnizjuniorlab@unikik.de. Allerdings ist das Angebot bereits bis zum Sommer 2016 ausgebucht.

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