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Wasserpark fehlen 55.000 Euro für Sanierung

Wennigsen Wasserpark fehlen 55.000 Euro für Sanierung

Trübe Aussichten: Der Trägerverein des Wasserparks benötigt rund 55.000 Euro, um den Boden des Nichtschwimmerbereichs zu sanieren. Dort wird bei regem Betrieb so viel Schlamm aufgewirbelt, dass im trüben Wasser die Badeaufsicht nur eingeschränkt möglich ist. Der Beckengrund muss erneuert werden - spätestens 2017.

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Zu Testzwecken tonnenweise Kies entfernt: Zunächst soll im Schwimmerbereich in der Zone mit schulterhohem Wasserstand auf der inzwischen auch bereits 15 Jahre alten Bodenfolie ein Spezialsand augfgebracht werden, um zu beobachten, ob sich im Wasser weiterhin eine Trübung entwickelt.

Quelle: Ingo Rodriguez

Wennigsen. Eigentlich kann der Trägerverein mit der Bilanz der Badesaison zufrieden sein: 13 165 zahlende Gäste, 530 mehr als Vorjahr, trotz Minigastronomie aus Automaten zufriedene Besucher - "Und die beste Wasserqualität seit Jahren", sagt Martin Dankert aus dem Vorstand.

Zwar hatte im Naturbad im Sommer für zwei Tage der Nichtschwimmerbereich wegen erhöhter Bakterienwerte gesperrt werden müssen. "Die Werte waren aber minimal unter dem Grenzwert und gesundheitlich unbedenklich", sagt Schatzmeister Michael Meißner.

Trotzdem plagen den Trägerverein große Sorgen. "Wir haben alle Rücklagen und Fördergelder in den vergangenen Jahren notgedrungen in die Optimierung der Wasserqualität gesteckt", sagt Meißner. Jetzt seien "die Werte top, aber es zeichnet sich ein Sanierungsstau ab."

Dass auf den Trägerverein Probleme zukommen, hat sich Sommer gezeigt: "Wenn im Nichtschwimmerbereich viel Betrieb ist, kann man den Boden nicht mehr sehen, weil in der Kiesschicht auf der Bodenfolie viel Schlamm aufgewirbelt wird", sagt die Vorsitzende Sigrid Röhrbein. Das trübe Wasser sei eine erhebliche Gefahrenquelle. "Weil die Badeaufsicht im Notfall nicht sehen kann, wenn ein Mensch unter Wasser treibt." Deshalb müsse spätestens nach der Saison 2017 dort der Boden des saniert werden. Geschätzte Gesamtkosten: Rund 55 000 Euro.

Die Summe lässt sich nachvollziehen: Damit nicht tonnenweise Kies aus der betroffenen Zone entnommen werden muss, soll die verschlammte Schicht mit Beton verfüllt werden. Darüber wird eine neue Folie verlegt, die mit einem rutschhemmenden Spezialsand überzogen wird. "Gewaschener Sand ohne Schwebeteilchen",  sagt Schwimmmeister Hartwig Hudasch. An Beckentiefe gehen bei diesem Verfahren laut Vorstand zwar nur einige Zentimeter verloren. Dafür müsse aber für die Folienbefestigung der gesamte Uferbereich neu angelegt werden.

Um das Verfahren zu testen, hat der Trägerverein nach der Leerung der Becken im Schwimmerbereich aus der Zone mit sonst schulterhohem Wasser bereits 100 Tonnen Kies entfernt. Dort soll auf die Folie als Test für die nächste Saison der Spezialsand aufgebracht werden. Denn: Auch im tiefen Becken kommen trübe Aussichten auf den Verein zu. 15 Jahre nach der Eröffnung sei auch dort der Kies mit Schlamm zugesetzt, außerdem seien die erste Folien am Ende ihrer Lebensdauer, sagt Meißner.

Zunächst geht es für den Vorstand jedoch darum, die Sanierung der Plantschzone zu finanzieren. Schon dafür fehlt das Geld: Ein jährlicher Zuschuss der Gemeinde von 100 000 Euro deckt lediglich die Betriebskosten einer Saison. Rücklagen kann der Wasserpark nur mit Eintrittsgeldern nicht bilden. Erschwerend kommt hinzu: Selbst der Vertrag mit der Gemeinde laufe 2017 aus. Nur solange winke die Kommunalaufsicht die Ausgabe vorerst noch durch, sagt Meißner. "Kurzfristig benötigen wir bis 2017 etwa 50 000 Euro. Die Eintrittspreise wollen wir nicht erhöhen, wir können uns größere Spenden vorstellen", sagt Meißner mit Galgenhumor.

Dass in der Vergangenheit kaum  Erhaltungsinvestitionen getätigt wurden, sei aber richtig gewesen. "Erst einmal muss der laufende Betrieb sicher sein, und dazu gehören gute Wasserwerte", verteidigt Meißner das bisherige Handeln. Völlig auf Eis gelegt hat der Trägerverein die Pläne für eine Sanierung des Betriebsgebäudes. "Wir haben jetzt andere Probleme", sagt Röhrbein.

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