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Wasserpark muss wegen Bakterien schließen

Wennigsen Wasserpark muss wegen Bakterien schließen

Der Wasserpark in Wennigsen muss wegen erhöhter Kolibakterien-Werte im Wasser vorübergehend schließen. Eine entsprechende Anweisung des Gesundheitsamtes der Region Hannover erhielten die Betreiber am Montag. Sie hoffen allerdings, nach erneuten Tests bereits am Freitag wieder öffnen zu dürfen.

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Schwimmeister Hartwig Hudasch und Martin Dankert vom Förderverein des Wasserparks erläutern den Mitgliedern des Finanzausschusses die Gründe für die vorübergehende Schließung.

Quelle: Björn Franz

Wennigsen. Laut Schwimmeister Hartwig Hudasch ist die Konzentration der Kolibakterien im Wasser für Menschen eigentlich unbedenklich. "Naturbäder haben aber andere Grenzwerte als andere Gewässer", erklärte er. Während man bei einer Konzentration von 500 Bakterien auf 100 Milliliter Wasser bei einem öffentlichen Gewässer wie dem hannoverschen Maschsee noch von einer guten Wasserqualität spräche, läge der Grenzwert für Naturbäder bereits bei 100 Bakterien. Da bei den am 9. Juni genommenen Messungen im Nichtschwimmerbereich und am Steg Werte zwischen 150 und 200 ermittelt worden seien, ordnete das Gesundheitsamt am Montag die vorübergehende Schließung an.

Laut Martin Dankert vom Förderverein des Bades handelt es sich bei den Bakterien um sogenannte Enterokokken. Die erhöhten Werte führt er vor allem auf einige ungebetene Besucher des Wasserparks zurück. "Wir haben durch die naturbelassene Gestaltung der Anlage speziell in den Abendstunden und bei wenig Betrieb häufig Enten auf dem Wasser", erklärte Dankert am Montagabend am Rande einer Sitzung des Finanzausschusses in den Räumen des Wasserparks. Die Tiere würden durch ihren Kot die Werte anheben, zumal das Wasser bei wenig Besuchern und entsprechend wenig Bewegung im Wasser nicht ausreichend durchmischt würde.

"Bei der letzten Messung eine Woche zuvor hatten wir einen Wert von Null", sagte Hudasch. Manchmal seien die Messungen aus seiner Sicht "auch Glückssache", da sie je nach Entnahmeort stark variierten. Das würden selbst die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes einräumen, die sich an eine Landesrichtlinie halten müssten. "An einer Stelle hat man bei schlechter Durchmischung gute Werte, an einer anderen schlechte", meinte der Schwimmeister.

Die Betreiber hoffen, den Wasserpark bereits am Freitag wieder öffnen zu dürfen. "Wir reinigen die Anlage, führen verstärkt Frischwasser zu und werden versuchen, die Enten durch Flatterband vom Wasser fernzuhalten", sagte Schwimmeister Hudasch. Das Gesundheitsamt soll bereits am Dienstag oder spätestens Mittwoch erneute Wasserproben nehmen. Etwa 36 Stunden später lägen dann die Ergebnisse vor - und zum Wochenende sollen Badegäste dann wieder unbeschwert im Wasserpark baden können.

Enterokokken:

Enterokokken sind Bakterien, die bei Menschen und Tieren eine wichtige Rolle im Verdauungssystem spielen. Sie werden daher auch in probiotischen Lebensmitteln zur Förderung der Darmflora des Verdauungssystems eingesetzt und spielen in Lebensmitteln wie Büffel-Mozzarella oder Ziegenkäse eine wichtige Rolle beim Reifungsprozess und der Geschmacksverstärkung. Neben ihren positiven Eigenschaften können bestimmte Enterokokken-Stämme bei Menschen, deren Immunsystem stark geschwächt ist, aber auch Infektionen auslösen. Das Gesundheitsamt der Region testet Gewässer auf die Bakterienstämme daher auf diese Keime, zudem wird das Wasser auch auf den Bakteirenstamm Escherichia coli untersucht.

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