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Flüchtlingsunterbringung kostet mehr Geld

Wennigsen Flüchtlingsunterbringung kostet mehr Geld

Die Gemeinde muss für die vielen Flüchtlinge weitere Privatwohnungen anmieten – und benötigt dafür mehr Geld. 90.000 Euro werden als Mehrausgaben für die Flüchtlinge avisiert.

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Nicht angemietet, sondern gekauft: Dieses Mehrfamilienhaus in Holtensen lässt die Gemeinde für Asylbewerber umbauen.

Quelle: Ingo Rodriguez (Archiv)

Wennigsen. Weil immer mehr Flüchtlinge untergebracht werden müssen, muss die Gemeinde weitere Privatwohnungen anmieten - und braucht dafür mehr Geld. 90.000 Euro sind als außerplanmäßige Aufwendungen in der Beschlussvorlage für den Rat vorgesehen. Gut für die Kommune: Die Mehrausgaben sind durch höhere Einnahmen aus der Einkommenssteuer gedeckt.

„Die Anzahl der Anträge auf Asyl in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel, wenn nicht sogar um die Hälfte gestiegen“, sagt Bürgermeister Christoph Meineke. Deswegen sei von der Region Hannover die Aufnahmequote auch für Wennigsen immer wieder nach oben korrigiert worden. Von den bis September geplanten 65 Asylbewerbern hat die Gemeinde inzwischen 109 Personen untergebracht. Eine Prognose ist schwierig. Zwischen 50 und 70 weitere Flüchtlinge sollen es bis Ende des Jahres mindestens werden. Ein großes Problem: Es wird kurzfristig zugeteilt. Drei, manchmal auch nur zwei Tage vorher, erfahren die Kommunen, dass sie neue Flüchtlinge unterbringen müssen. Kommen Einzelpersonen? Oder Familien?

Die Gemeinde Wennigsen hat bislang zwei Häuser und acht Wohnungen von Privatleuten angemietet - für zusammen etwa 7200 Euro im Monat. Hinzu kommen vier gemeindeeigene Wohnungen und zwei Gemeinschaftsunterkünfte für bis zu zwölf Personen. Ein Mehrfamilienhaus in Holtensen, das die Gemeinde umbauen lässt, soll ab Monatsende genutzt werden.

Der Finanzausschuss befasst sich am Montag, 14. September, mit der Beschlussvorlage. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im Bürgersaal.

Von Jennifer Krebs

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