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KGS-Kritik an Gehrdener Grundschulen

Wennigsen KGS-Kritik an Gehrdener Grundschulen

Die Leiterin der Sophie Scholl Gesamtschule Birgit Schlesinger hat die Gehrdener Grundschulen kritisiert. Sie würden die KGS nicht zu Informationsveranstaltungen einladen.

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Die Sophie Scholl Gesamtschule verliert Schüler - auch weil viele Kinder aus Wennigsen an eine Gehrdener Schule wechseln.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Zahlen lügen nicht: Die Sophie Scholl Gesamtschule verliert Schüler. Im 5. Jahrgang werden zurzeit lediglich 90 Jungen und Mädchen unterrichtet - und nur die Hälfte von ihnen kommt aus Wennigsen. Über die Gründe rätseln die Verantwortlichen. Eike Werner (CDU) glaubt, dass sich die Schule nach außen besser darstellen müsse. Es könne doch nicht sein, dass lediglich die Hälfte der Viertklässler an die Wennigser Schule wechseln. Offenbar sei das Interesse am Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) oder an der Oberschule in Gehrden größer.

Hans-Jürgen Herr (FDP) glaubt, dass die KGS in der Öffentlichkeit nicht ausreichend wahrgenommen werde. "Wir befinden uns in einer Wettbewerbssituation mit anderen Schulen", sagt Herr. Der müsse sich die Gesamtschule stellen.

Birgit Schlesinger verteidigt ihre Schule. "Wir sind eine innovative Schule mit tollen Projekten", sagt die Leiterin der KGS. Es sei eine Gemengelage, die die Schule zu spüren bekommt. Der demografische Wandel habe Folgen auf die Zahl der Schüler. Der Wegfall der Schullaufbahnempfehlung zeige Wirkung. Auswärtige Schüler müssten außerdem seit einiger Zeit ihre Busfahrkarten selbst zahlen. Und: Zahlreiche Kinder und Jugendliche wandern nach Gehrden ab, unter anderem an die dortige Oberschule. Eine Tatsache, über die sich Schlesinger ärgert. "Während sich die Gehrdener Oberschule an den Wennigser Grundschulen vorstellen darf, werden wir nicht an die Grundschulen in der Nachbarkommune eingeladen", kritisiert Schlesinger die Ungleichbehandlung.

Hanna Rojczyk von der Grundschule Wennigsen erklärt sich mit Schlesinger solidarisch. "Ich werde künftig keine Gehrdener Schulen mehr zu einem Infoabend einladen", kündigt sie an. Es ärgere sie, dass die KGS keine Möglichkeit habe, ihre Konzepte in Gehrden zu präsentieren. Tatjana Seidensticker, Leiterin der Grundschule Bredenbeck, sieht das etwas anders. "Es ist ein Service für die Eltern, sie über alle Schulformen im Umland zu informieren", sagt sie.

Die Gehrdener Grundschulen reagieren zurückhaltend auf die Vorwürfe. "Wir haben im vergangenen Jahr komplett auf einen Informationsabend verzichtet", sagt Stefanie Diemert von der Grundschule Am Langen Feld - wegen mangelnden Interesses der Eltern. Und überhaupt: "Eltern wollen die neue Schule ihrer Kinder vor Ort kennenlernen", sagt sie. Unabhängig davon decken MCG und Oberschule alle Schulformen ab.

Anke Hüper beruft sich auf einen Wunsch der Stadt, die weiterführenden Schulen in Gehrden zu unterstützen. Abgesehen davon hat auch sie beobachtet, dass sich die meisten Eltern selbst informieren. "Zudem weisen wir sie darauf hin, wenn es einen Tag der offenen Tür an der KGS in Wennigsen gibt", sagt Hüper.

Der vermeintliche Konflikt soll nun auf höchster Ebene geklärt werden. Angelika Schwarzer-Riemer (Bündnis 90/Die Grünen) schlägt vor, dass Bürgermeister Christoph Meineke das Gespräch mit seinem Amtskollegen Cord Mittendorf sucht.

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