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Breitbandausbau so gut wie abgeschlossen

Wennigser Mark Breitbandausbau so gut wie abgeschlossen

Lange verfügte Wennigser Mark über die schlechteste Internetverbindung in der Gemeinde. Nun ist der Breitbandausbau durch Anbieter htp größtenteils abgeschlossen. Nur ein Stromzähler steht dem Wechsel in ein neues digitales Zeitalter noch im Weg.

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Christian Mainka (von links), Franz Blazek, Christoph Meineke und Holger Dorl hoffen auf den Durchbruch für eine schnelle Internetverbindung.

Quelle: Carsten Fricke

Wennigser Mark. Einige Jahre haben die Märker auf eine zeitgemäße Internetverbindung warten müssen. Nun sei sie da, wie Anbieter htp mitteilt. „Wir schalten Kunden, die sich bei uns beworben haben, sukzessive um“, sagt Pressesprecherin Kathrin Mackensen.

Doch noch ist das nicht für alle Anwohner möglich. Denn erst drei von vier sogenannten Technik-Sheltern – mit deren Hilfe die Haushalte an das Netz von htp angeschlossen werden – seien betriebsbereit. Da der regionale Stromnetzbetreiber Avacon bei dem Shelter im Tannenweg noch einen Stromzähler anbringen muss, kann dieser noch nicht genutzt werden. Lange müssten die Anwohner jedoch nicht mehr warten, so Mackensen. „Wir haben das mit der Avacon besprochen.“, sagt die htp-Pressesprecherin. „Die wollen das diese Woche erledigen. Das ist die Auskunft, die wir bekommen haben, und auf die wir uns auch verlassen.“

Am Gärtnereiweg, am Bierweg sowie an der Egestorfer Straße seien die Shelter inzwischen in Betrieb, sagt Mackensen weiter. Hier sollen den Märkern nach jahrelangem Ringen um eine leistungsstärkere Internetverbindung bald 100 Megabit statt 384 Kilobit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Ortsbürgermeister Holger Dorl ist froh, dass das Projekt nun zur Umsetzung gekommen ist. Doch noch kann er die Breitbandverbindung nicht nutzen. Sein Anschluss sei noch nicht freigeschaltet worden wäre. „Ich habe mich vor Monaten schon beworben, aber ich habe es auch noch nicht“, sagt Dorl. Bedauerlich sei, dass der angekündigte Termin zur Freischaltung im September nicht eingehalten worden wäre, „vor allem, weil Avacon mit einem Stromzähler nicht hinterherkommt“, meint Dorl.

Insgesamt investiert htp etwa 800 000 Euro in den Ausbau des schnellen Internets, von dem neben Wennigser Mark auch Bredenbeck und die Kernstadt profitieren sollen. Auch dort sollen im Januar die Maßnahmen abgeschlossen werden.

Chronologie: Der lange Atem zahlt sich aus

 März 2011: Dezent keimt Hoffnung auf: Im Zuge des Radwegbaus zwischen Wennigsen und Wennigser Mark verlegt die Telekom zwei leere Rohre, durch die später DSL-Leitungen verlaufen könnten.
Februar 2013: Ortsbürgermeister Holger Dorl startet eine Umfrage bei den 1300 Märkern. So will er Zuschüsse des Landes bekommen, die die Verlegung von Breitbandleitungen ermöglichen.
Oktober 2013: Ein Ausfall von Telefon und Internet verärgert die Märker erneut. Die störanfälligen Leitungen werden nur repariert, nicht erneuert. Auch Dorls Umfrage konnte nicht genügend Fördergelder erwirken.
Dezember 2014: Eine Lösung deutet sich an. In ein bis zwei Jahren soll auch Wennigser Mark schnelleres Internet zur Verfügung stehen, sagt Wirtschaftsförderer Christian Mainka.
Februar 2015: htp gibt bekannt, 230 000 Euro in den Breitbandausbau in Wennigser Mark investieren zu wollen. 145 Märker müssten dafür unverbindlich ihr Interesse bekunden – bis April hatten sich 220 Haushalte gemeldet.
September 2015: Die neuen Glasfaserkabel in Wennigser Mark sind verlegt, nun werden auch noch Bredenbeck und Wennigsen ausgestattet. 100 Megabit pro Sekunde sollen den Anwohnern bald geboten werden.
Januar 2016: Drei von vier Shelter stehen bereit – die Kunden können sich bei htp für die neue Internetverbindung bewerben.

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Der htp-Technik-Shelter am Tannenweg könnte seine Arbeit aufnehmen, wenn er mit einen Stromzähler ausgestattet würde.

Quelle: Oehlschläger

Von Nils Oehlschläger

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