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Neuer Belegungsplan: Hallenproblem gelöst?

Wennigsen Neuer Belegungsplan: Hallenproblem gelöst?

Gemeinsamer Kraftakt: Die Wennigser Sportvereine arbeiten mit Hochdruck an einem neuen Belegungsplan für die drei großen kommunalen Turnhallen. Nach einer kompromisslosen Bestandsaufnahme ist es jetzt offenbar gelungen, allen Sportlern kostenlose Trainingszeiten zur Verfügung zu stellen - nur einer Kindergruppe nicht.

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Nicht kostenlos: Für die Nutzung der Schulaula in Bredenbeck soll die Kindertanzgruppe der SG Bredenbeck künftig der Gemeinde eine Bewirtschaftungspauschale zahlen.

Quelle: privat

Wennigsen. Der Arbeitskreis Sport (AKS) steht als Vertretung aller Wennigser Sportvereine kurz vor dem Durchbruch: Nach monatelangen Verhandlungen und unzähligen Sitzungen mit Spartenleitern, Trainern und Vorstandsmitgliedern zeichnet sich völlig überraschend und unerwartet nun doch noch eine Lösung für das viel diskutierte Hallenproblem ab. "Ich bin fix und fertig", sagt die AKS-Vorsitzende Ulrike Schubert.

Offenbar ist es ihr und den Vereinsvertretern gelungen, trotz der Schließung der Polizeisporthalle in der Wennigser Mark allen Sportlern ausreichend Trainingszeiten in den drei kommunalen Hallen zu bieten - ohne Anmietung von zusätzlichen Räumen und damit ohne Zusatzkosten für die Vereine.

Ausschlaggebend waren dafür ausgerechnet Querelen in einem Verein. "Der SV Degersen hat nach der Auflösung seiner Jugendsparte viele Hallenzeiten abgegeben", sagt Schubert. Außerdem habe eine rigorose Bestandsaufnahme ans Licht gebracht , dass vergebene Hallenzeiten von den zwei Gruppen gar nicht genutzt werden. "Diese Vergabe lief über die Gemeinde und am AKS vorbei", begründet Schubert die überraschende Erkenntnis.

Trotzdem ist sie nach dem planerischen Kraftakt auch etwas empört: "Es gibt nur noch kleine Baustellen", sagt die Vorsitzende. Für das fehlende Mosaiksteinchen im neuen Belegungsplan fehlt dem AKS ausgerechnet das Entgegenkommen der Gemeinde. Der Grund: Um für die Fußballdamen des SV Holtensen im Winter auch noch in der Sporthalle in Bredenbeck eine Trainingszeit zu finden, müssten laut bisheriger Planung die Kindertanzgruppen der SG Bredenbeck wieder die Aula der benachbarten Grundschule nutzen dürfen. "Dort waren sie früher schon und wollen dort auch wieder rein", sagt Schubert.

Die Gemeinde legt dem AKS aber offenbar Steine in den Weg. "Der Antrag wurde nur bis zum Ende dieses Jahres bewilligt", sagt die AKS-Vorsitzende. Und selbst wenn die Gemeinde das Angebot verlängere: "Pro Nachmittag in der Schulaula werden 37,50 Euro Bewirtschaftungspauschale fällig", sagt sie. Auf ein Sportjahr hoch gerechnet würde das für die SG Bredenbeck eine zusätzliche Belastung von rund 1500 Euro bedeuten.

Kurz vor dem endgültigen Durchbruch gerät der neue Belegungsplan damit ins Wanken: "Alles passt wunderbar, aber ein einziger Verein soll ausgerechnet für die Übungszeit einer Kindergruppe in einem kommunalen Gebäude Geld bezahlen. Das ist doch ungerecht", sagt Schubert. Sie hofft jetzt auf ein Entgegenkommen der Gemeinde. "Dann wären alle zufrieden", sagt sie.

Für eine zweite kleine Baustelle zeichnet sich offenbar auch bereits eine Lösung ab. "Wir müssen einer Karategruppe einen Sonnabendtermin schmackhaft machen", sagt Schubert.

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