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Wie viele Kanäle liegen im Argen?

Argestorf Wie viele Kanäle liegen im Argen?

Das Thema hatte etwa 30 Anwohner in das Dorfgemeinschaftshaus gelockt. Am Montagabend sind dem Ortsrat in einer öffentlichen Sondersitzung erste Untersuchungsergebnisse der Abwasserkanäle in der Lübecker Straße präsentiert worden. Ein Ingenieurbüro hatte den Zustand der Rohre auf Fotos dokumentiert.

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Wie viel Wasser kommt den Deister herunter? Das Kanalsystem in Argestorf könnte im Falle starken Niederschlags nicht ausreichend gerüstet sein.

Quelle: Nils Oehlschläger

Argestorf. Der unterschiedliche Zustand der Rohre war deutlich zu erkennen. Während kürzlich verlegte Kanalstücke einen einwandfreien Eindruck machten, wiesen andere im Bereich Schwarze-Dorn-Straße und am Hahnschen Holzweg deutlich erkennbare Mängel auf. Dort sind die Rohre stellenweise rissig und von Ablagerungen oder Geröll blockiert. Da Teilstücke des Kanals für die Kamera so nicht zugänglich waren, forderten einige Anwohner eine erneute Kontrolle der Betonrohre auf den Privatgrundstücken südlich der Lübecker Straße. Sie widersprechen der Vermutung des Ingenieurbüros und meinen, dass die Rohre in einem gutem Zustand seien. Die Gemeinde zeigte Verständnis. „Wenn jetzt vorgeschlagen wird, dass wir da noch mal reingucken, dann tun wir das“, sagte der Fachbereichsleiter Bau und Umwelt, Martin Waßermann.

Dass den Anwohnern in irgendeiner Form Kosten entstehen würden, wollte er nicht abstreiten. „Sie haben den Zustand des Kanals gesehen“, sagte Waßermann. Noch sei es jedoch zu früh, um über den finanziellen Aufwand zu spekulieren. Betroffen sind nach ersten Erkenntnissen des Ingenieurbüros die Schwarze-Dorn-Straße, ein Teil des Hahnschen Holzwegs und der westliche Teil der Lübecker Straße. Der Kanal an der Straße Am Brunnen sowie ein von dort aus östlich gelegener Abschnitt unter der Lübecker Straße sei hingegen in einem erhaltenswerten Zustand. Bedenken äußerte Ingenieur Eckhardt Keuntje bei der Aufnahmekapazität des Kanalisationsnetzes. „Was für die gesamte Ortslage entscheidend sein kann, sind die von außen zulaufenden Gräben bei starkem Regen“, sagte er. Um die aus dem Deister ablaufenden Niederschläge abzufangen, plädierte Keuntje für die Einrichtung zweier Rückhaltebecken an den Bächen am westlichen Ortsrand.

Wer für das Wasser aus dem Deister sowie die Unterhaltung der Kanäle auf Privatgrundstücken verantwortlich ist, soll bei einer Ortsratssitzung im März behandelt werden. Bis dahin könnten Vorschläge erarbeitet werden, mit denen die Anwohner, die Gemeinde sowie die Region als Wasserbehörde zufrieden wären, sagte Waßermann. Die Bürger können sich per Post oder im Internet auf wennigsen.net an die Gemeinde wenden.

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Wie viel Wasser kommt den Deister herunter? Das Kanalsystem in Argestorf könnte im Falle starken Niederschlags nicht ausreichend gerüstet sein.

Quelle: Nils Oehlschläger

Von Nils Oehlschläger

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