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Windkraft: FDP fordert mehr Abstand zu Wohngebieten

Bredenbeck-Steinkrug/Degersen Windkraft: FDP fordert mehr Abstand zu Wohngebieten

Die FDP-Regionsfraktion will nicht einfach so hinnehmen, dass neue Windkraftanlagen nur 800 Meter Abstand zu Wohngebieten einhalten müssen – trotz Mehrheitsbeschluss der Regionsversammlung. Die Liberalen fordern mehr Abstand und setzen auf Bauvorschriften.

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Umstritten: Auch in Leveste (im Bild unten) sind viele Anwohner besorgt, weil dort im Rahmen des sogenannten Repowerings möglicherweise künftig noch größere Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Die FDP-Regionsabgeordneten Christiane Hinze (Bild unten) und Klaus Nagel sehen kommunale Bauvorschriften als eine Möglichkeit, den bislang beschlossenen Mindestabstand von nur 800 Metern zu vergrößern.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck-Steinkrug/Degersen. Die Liberalen wollen sich im Sinne der betroffenen Anwohner für jeden zusätzlichen Meter Abstand einsetzen – darauf hat sich die FDP-Regionsfraktion am Wochenende nach ihrer konstituierenden Sitzung auf einer Klausurtagung in Bredenbeck-Steinkrug verständigt.

Die Regionsversammlung hatte zwar im September mit großer Mehrheit das Regionale Raumordnungsprogramm beschlossen – und damit auch einem Mindestabstand von nur 800 Meter zu Wohngebieten zugestimmt. „Aber nicht mit unseren Stimmen“, sagt die FDP-Fraktionsvorsitzende Christiane Hinze. Die Liberalen hatten eine Abstandsregelung gefordert, wie sie in Bayern gilt. Demnach müssen Windräder mindestens die zehnfache Entfernung ihrer Nabenhöhe einhalten. Das sind bei modernen Riesenanlagen deutlich mehr als nur 800 Meter.

Trotz der Abstimmungsniederlage sehen die Liberalen noch Möglichkeiten, um Anwohner vor möglichen Folgen der Riesenräder zu schützen. Auch in Degersen fürchten sich viele Bürger wegen der neuen Vorranggebiete vor gesundheitlichen Risiken und Wertminderung ihrer Grundstücke – wegen des Infraschalls und Schattenwurfes der Rotoren. „Wir wollen über unsere kommunalen Vertreter im Rahmen der örtlichen Bauvorschriften möglichst viel Einfluss nehmen“, sagt Hinze. Zwar sei keine Verhinderungsplanung erlaubt. Trotzdem müsse versucht werden, über baurechtliche Genehmigungen mehr Abstand festzulegen.

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Umstritten: Auch in Leveste (im Bild unten) sind viele Anwohner besorgt, weil dort im Rahmen des sogenannten Repowerings möglicherweise künftig noch größere Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Die FDP-Regionsabgeordneten Christiane Hinze (Bild unten) und Klaus Nagel sehen kommunale Bauvorschriften als eine Möglichkeit, den bislang beschlossenen Mindestabstand von nur 800 Metern zu vergrößern.

Quelle: Ingo Rodriguez
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