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Gegner verteilen Infoblätter

Degersen Gegner verteilen Infoblätter

Am Freitag verteilen die Gegner einer Windparkerweiterung zwischen Degersen und Redderse Informationsblätter an alle Haushalte in den betroffenen Orten. Die Aktion erinnert an den Protest der Degerser im Herbst 2013.

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Die Windparkgegner knüpfen an ihren Widerstand von 2013 an.

Quelle: Google

Degersen. „Wir wollen die Bürger in der Umgebung über die geplanten Windkraftwerke bei Degersen informieren“, sagt Friederike von Zitzewitz, die mit Axel Gebauer und weiteren Bürgern den Protest in Degersen organisiert. Einwohner aus den betroffenen Dörfern in Wennigsen und Gehrden haben sich mittlerweile zusammengetan. Sie bündeln damit den Widerstand gegen die Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) zugunsten weiterer und höherer Windenergieanlagen, die von der Region Hannover angestrebt wird. Einwände können bis zum 11. Mai vorgebracht werden.

Diese Art des Protestes ist nicht neu. Im Oktober 2013 legten die Degerser außerdem einen „Windkraft-Energie-Teller“ auf, der für 
12,90 Euro erworben werden konnte und auf den Protest der Dorfbewohner aufmerksam machen sollte. Darüber hinaus initiierte der Ortsrat um Ortsbürgermeister Walter Rasch eine Bürgerbefragung. 50 Prozent der Einwohner beteiligten sich an der Abfrage des Ortsrates, 85,2 Prozent von ihnen sprachen sich gegen einen Windpark in der Feldmark aus.

Dem klaren Bürgervotum schloss sich auch der Ortsrat Degersen in seiner Empfehlung an. Fünf der sechs Mitglieder votierten gegen die Ausweisung des Gebietes. Unterstützung erhielten die Degerser wenige Monate später vom Rat der Gemeinde Wennigsen, der die Pläne der Region ebenfalls mehrheitlich ablehnte. Umso mehr überraschte jetzt das Vorhaben der Region Hannover, die alten Pläne wieder aufzunehmen.

An der Einschätzung der Windparkgegner hat sich seit 2013 nichts geändert. Damals wie heute werfen sie als ein Argument in die Waagschale: „Die Feldmark zwischen Degersen und Redderse ist als schützenswerte Sichtachse im Deistervorland zu betrachten.“

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Im Oktober 2013 trifft Anwohner Axel Gebauer (links) von den Degerser Protestlern auf die Ortsratsmitglieder Martina Ostermeier (von links), Manfred Döbel, Knut Unseld, Dirk Sennholz, Walter Rasch und Joachim Flöder. Der Ortsrat verteilte damals Stimmzettel wegen der Bürgerbefragung.

Quelle: Hemme (Archiv)
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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