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Wird die Schleifbachhütte wieder aufgebaut?

Wennigser Mark Wird die Schleifbachhütte wieder aufgebaut?

Baut das Staatliche Forstamt Saupark seine zerstörte Schleifbachhütte im Deister wieder auf? In diesem Jahr wollten noch 14 Gruppen dort übernachten. Die Region Hannover hat das Waldhäuschen seit über 50 Jahren gepachtet.

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Baut das Forstamt Saupark die zerstörte Schleifbachhütte im Deister wieder auf?

Quelle: Carsten Fricke

Wennigser Mark. Hoher Sachschaden hin oder her: Forstamt-Sprecher Joachim Hansmann ist mehr als froh, dass der Brand "so glimpflich ausgegangen" ist. Die historische Schleifbachhütte am Kammweg zwischen Wennigser Mark und Egestorf wurde bei einem Feuer am Sonnabendmorgen vollständig zerstört. Sieben junge Menschen von der DLRG in Seelze, die sich für ein Seminar übers Wochenende in der Hütte einquartiert hatten, konnten sich unverletzt ins Freie retten. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 80.000 Euro.

Hansmann geht zum jetzigen Zeitpunkt durchaus davon aus, dass die Schleifbachhütte "in irgendeiner Form" wieder nutzbar gemacht wird. Das Forstamt suche nach einer positiven Lösung, sagt Hansmann. Ob ein Wiederaufbau am selben Standort oder an anderer Stelle im Deister möglich ist, werde man sehen. Hier ginge es auch um viele rechtliche Fragen, die zu klären seien. Das Forstamt werde Gespräche mit der Region führen - zu gegebener Zeit, sagt Hansmann.

Die Region - damals noch der Landkreis Hannover - hat die Schleifbachhütte seit 1963 gepachtet. Die Polizei geht inzwischen zwar davon aus, dass eine undichte Stelle im Rauchabzug des Kamins wohl Schuld an dem Feuer war. Noch sind die polizeilichen Ermittlungen aber nicht vollständig abgeschlossen. Und solange das nicht geschehen ist, "können und werden wir keine Entscheidung treffen, wie es weitergeht", sagt Hansmann.

Die Schleifbachhütte im Deister entstand aus einer ehemaligen Waschkaue der Bergleute. In der Nähe befindet sich ein alter Stolleneingang. Noch vor 80 Jahren von Bergmännern genutzt, liebten die Jugendlichen die Schleifbachhütte seit Generationen: zwei Schlafräume, Küche, ein eigenes Reich - wenn auch ohne Strom und fließend Wasser. Die Öfen in Küche und Wohnraum wurden mit Holz und Kohle angeheizt.

"Die Schleifbachhütte war ein schöner Ort, an dem sich seit mehr als 50 Jahren Jugendliche getroffen, die Natur erlebt und in Arbeitseinsätzen dafür gesorgt haben, dass der Ort so bestehen bleibt", sagt Regionspräsident Hauke Jagau, der die Nachricht von dem folgenschweren Brand mit Bedauern aufgenommen hat. Auch er habe früher die Schleifbachhütte gemeinsam mit Freunden der DLRG besucht.

Region prüft Ausweichmöglichkeiten

Die Personen und Gruppen, die die Hütte in den nächsten Wochen und Monaten gebucht haben, sind inzwischen über den Brand informiert. Das Häuschen sollte in diesem Jahr noch von 14 Gruppen belegt werden. "Ob die Region eine Ausweichmöglichkeit anbieten kann, wird aktuell geprüft", sagt Sprecherin Carmen Pförtner.

Im Deister gibt es noch die Finnhütten mit Zeltplatz von Landeshauptstadt und Region oberhalb von Wennigsen, sonst vielleicht den Gailhof in der Wedemark. Gerade in den Sommermonaten sind diese Häuser aber gut ausgelastet.

Allein in der finnischen Blockhütte der Landeshauptstadt verbringen pro Jahr durchschnittlich rund 1400 Kinder eine Ferienfreizeit. Das Wochenende vor dem schlimmen Brand übernachtete dort die Wennigser Jugendpflege mit einigen Ferienkindern. Vermietet werden die Finnhütten zudem regelmäßig an Kindergärten, Grundschulen und Horte für Ferienaktionen und Wochenendausflüge. Mitte der Neunzigerjahre wurden zwei Blockhütten neu gebaut - nachdem sie bei Unfällen abgebrannt waren.

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