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Marktgilde setzt auf neuen Standort

Wennigsen Marktgilde setzt auf neuen Standort

Wennigsen hat keinen Wochenmarkt mehr, und nun hat auch der Marktmeister keine Lust weiterzumachen. Vor wenigen Tagen hat Rainer Wehrhan sein Amt aufgegeben. Das macht es für die Deutsche Marktgilde, die den Wochenmarkt möglichst schnell wiederbeleben möchte, nicht leichter.

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Im April 2015 ist der Wochenmarkt an der Hagemannstraße eröffnet – und mittlerweile schon wieder geschlossen worden. Nun wird ein Neustart am Rathaus versucht.

Quelle: Lisa Malecha (Archiv)

Wennigsen. Erst im April 2015 hatte Rainer Wehrhan seinen Job als Marktmeister für Wennigsen angetreten. Doch der Wochenmarkt auf dem Hagemannplatz entwickelte sich nicht so, wie die Deutsche Marktgilde und Wehrhan sich das erwünscht hatten. Die Probleme begannen nach den Sommerferien, als immer mehr Markthändler fernblieben. Anfang Februar dieses Jahres war dann Schluss, der Hagemannplatz freitagnachmittags verwaist.

Wehrhan hat jetzt gekündigt und ließ durchblicken, dass er nicht gewillt ist, die Reaktivierungspläne des neuen Zweigniederlassungsleiters der Marktgilde, Carlos Aragues-Bremer, mitzutragen. Wehrhan verabschiedete sich mit den Worten: „Ich bedauere es, es hat mir Spaß gemacht.“ Aragues-Bremer sagt: „Herr Wehrhan hat mir lediglich das Kündigungsschreiben geschickt und keine Gründe genannt.“

Der Zweigniederlassungsleiter der Deutschen Marktgilde (DMG), möchte möglichst schnell einen weiteren Neustartversuch wagen – auf dem Forges-les-Eaux-Platz, wo bereits vor Jahren ein Wochenmarkt abgehalten wurde. „Der Hagemannplatz war einfach zu weit vom Schuss, zu weit weg von der Hauptstraße, zu weit weg von Geschäften, der Bushaltestelle und Parkplätzen“, erklärt Aragues-Bremer seine Entscheidung.

Eigentlich sollte es bereits direkt nach Ostern mit dem Markt wieder losgehen – nicht mehr wie bisher freitags, sondern dienstags von 14 bis 18 Uhr. „Freitags sind parallel einfach zu viele Wochenmärkte in der Umgebung“, sagt Aragues-Bremer und ergänzt: „Sieben Händler haben mir bereits zugesagt, unter anderem die Holzofenbäckerei Stadtländer und ein Schlachterei-Imbiss. Jetzt fehlen nur noch ein Obst- und Gemüse- sowie ein Blumenhändler, dann kann es sofort losgehen.“ Nicht ganz, denn es fehlt ja noch ein Marktmeister.

Der Zweigniederlassungsleiter ist optimistisch, dass sich der Wochenmarkt diesmal etablieren kann. „Dann müssen die Wennigser allerdings auch mithelfen und auf dem Markt einkaufen“, sagt Aragues-Bremer und nennt drei Gründe, warum sich ein Wochenmarkt trotz der Nähe zum attraktiven Edeka-Markt seiner Meinung nach behaupten kann: „Ein Wochenmarkt ist viel eher ein Treffpunkt denn ein Supermarkt. Die Beratung und die Frische der Waren ist unschlagbar.“ Eine Konkurrenz zu den Supermärkten könne er nicht erkennen. „Eher befruchten sich beide Angebote“, sagt Aragues-Bremer.

Wer Interesse hat, Marktmeister für Wennigsen zu werden, meldet sich unter Telefon (0 27 74) 9 14 33 01 oder per E-Mail an w.dettmer@marktgilde.de.

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Rainer Wehrhan (links) und Bürgermeister Christoph Meineke bei der Eröffnung im April 2015.

Quelle: Mirko Haehndel (Archiv)

Von Mirko Haendel

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