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Zeitsprünge sind im Museum reine Ansichtssache

Wennigsen Zeitsprünge sind im Museum reine Ansichtssache

Jahrhunderte im Schnelldurchlauf: Im Heimatmuseum Wennigsen sind jetzt blitzschnelle Zeitsprünge reine Ansichtssache. Gemälde von damals und Fotos von heute, an gleicher Stelle und möglichst aus gleicher Perspektive – genau das zeigt die neue Ausstellung: „Wennigser Ansichten im Wandel der Zeit“.

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Große Bilderauswahl: Dirk Müller (links) und Harro Lange halten ein aktuelles Foto neben ein Gemälde der früheren Pumpen und Elektrofabrik am Heisterweg aus dem Jahr 1946. Dokumentiert werden im Heimatmuseum bei der neuen Sonderausstellung auch die Veränderungen am Standort der längst abgerissenen Bönnigser Mühle in Degersen und die Entwicklung an bedeutenden Plätzen (siehe Bildergalerie).

Quelle: Ingo Rodriguez/privat

Wennigsen. „So sieht das doch heute in Wennigsen längst nicht mehr aus“: Das haben sich die Vorstandsmitglieder aus dem Förderkreis des Heimatmuseums beim Aufräumen ihres umfangreichen Bilderarchivs gedacht – und sind dann mit einem Fotoapparat durch Wennigsen gelaufen, um festzuhalten, wie sich verschiedene Standorte verändert haben. „Die Vergleiche von alten Ölbildern, Repros und Radierungen mit aktuellen Fotografien bieten wirklich reizvolle Kontraste“, sagt Museumsleiter Harro Lange.

Rund 150 verschiedene Bilder und Fotos von insgesamt 25 Standorten in Wennigsen hat er gemeinsam mit Dirk Müller und Helmut Sülldorf aus dem Förderkreisvorstand im Erdgeschoss, Treppenhaus und der ersten Etage zur ersten Sonderausstellung der neuen Museumssaison angeordnet. „Viele der Archivbilder waren jahrelang oder auch noch nie bei uns zu sehen“, verspricht Lange den Besuchern der neuen Sonderausstellung.

Wenn die Bilderschau nach der Eröffnung am Sonntag, 26. März, um 14.30 Uhr für etwa drei Monate zu sehen ist, wird vielen Besuchern eine Auffälligkeit ins Auge stechen. „Die Umgebung des Klosters spielte für Künstler früher eine herausragende Rolle bei der Motivwahl“, ist dem Museumsleiter im Archiv angesichts der Vielzahl von Werken aufgefallen.

Zu den rund 25 Standorten, die anhand mehrerer Bilder und Fotos miteinander im Zeitsprung verglichen werden können, zählt auch die abgerissene Bönnigser Mühle in Degersen. „Dort stehen inzwischen Wohnhäuser, wie auf einem aktuellem Bild zu sehen ist“, sagt Lange. Zu seinen Lieblingsansichten gehört eine Radierung der ältesten Poststelle von Wennigsen, die 1864 an der Hauptstraße betrieben wurde. „In dem Fachwerkhaus war auch ein Kindergarten untergebracht. Heute ist dort ein Versicherungsbüro“, sagt Lange.

Weitere Standorte, die verglichen werden, sind die Pinkenburg und die frühere Pumpen- und Elektrofabrik am Heisterweg. Das Haus ist auf einem Aquarellgemälde aus dem Jahr 1946 und auf einem Foto zu sehen. „Dort ist jetzt eine KFZ-Werkstatt untergebracht“, sagt Lange. Der Museumsleiter freut sich, dass angesichts der neuen Sonderausstellung unter anderem auch eine Bilderserie des Malers Friedrich Kaltebra zu sehen sein wird. „Er hat um 1950 anlässlich der 750-Jahr-Feier in Wennigsen im Auftrag des Heimatforschers Friedrich Wüllner anhand von Klostergeschichten aus dem 13. und 14. Jahrhundert mehrere Bilder gemalt“, weiß Lange. Gezeigt werden bei der Sonderausstellung laut Museumsverein aber auch Radierungen und Malereien der Wennigser Künstlerin Ilse Gottwald.

Die Sonderausstellung im Heimatmuseum ist vom 26. März bis zum 17. Juni an jedem Sonntag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Termine können unter Telefon (0 51 03) 76 36 vereinbart werden.

Renovierung im Heimatmuseum ist abgeschlossen

In der Winterpause haben die Mitglieder des Förderkreises Heimatmuseum keine Mühen gescheut, um in dem denkmalgeschützten früheren Mühlenhaus aus dem 17. Jahrhundert zwei Räume zu renovieren. „Im Eingangsbereich wurde der Putz erneuert, weil der Fachwerkbau gearbeitet hatte und immer mehr Risse zu sehen waren“, sagt Vorstandsmitglied Helmut Sülldorf. Er findet die Neugestaltung gelungen. „Neue Grundierung und roter Anstrich mit Wickeltechnik“, sagt Sülldorf.

Renoviert wurde im Heimatmuseum aber auch der Fünfzigerjahre-Raum in der ersten Etage. „Neuer Deckenanstrich und Tapeten im Retro-Look“, sagt Sülldorf. Der Förderkreis habe rund 2000 Euro in die Erneuerungsarbeiten investiert.

Der Museumsverein plant auch bereits die nächste Ausstellung: Ab August soll es um Kinderspielzeug im Wandel der Zeit gehen, verrät der Vorstand.

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Fotostrecke Wennigsen: Zeitsprünge sind im Museum reine Ansichtssache

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Von Redakteur Ingo Rodriguez

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