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Zieht die Polizei wieder selber ein?

Wennigser Mark Zieht die Polizei wieder selber ein?

Gibt es kein neues Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule? Das Land hat seine Bemühungen eingestellt, das Areal zu veräußern. Denn das Niedersächsische Innenministerium prüft aktuell die Möglichkeit, das Objekt wieder für Zwecke der Polizei zu nutzen.

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Zugewachsen: Auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule in der Wennigser Mark tut sich seit Jahren nichts. Nun prüft das Innenministerium, das Objekt wieder für Zwecke der Polizei zu nutzen.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigser Mark. Die Liegenschaft ist nicht mehr ausgeschrieben. Momentan "finden keine Verhandlungen mit möglichen Erwerbern statt", sagt der Sprecher der Oberfinanzdirektion Niedersachsen, Detlef Huhs. Sofern Interessenten auf die Behörde zukämen, werde ihnen die alte Polizeischule zwar nach wie vor gezeigt, allerdings "mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass diese derzeit nicht disponibel ist", so Huhs.

Entschieden ist noch nichts, aber: Die Polizei will den Schießstand in der alten Polizeischule möglicherweise reaktivieren. "Das Niedersächsische Finanzministerium wurde deshalb gebeten, die Verkaufsverhandlungen auszusetzen", sagt die Sprecherin des Innenministeriums, Svenja Mischel. Der vorübergehende Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten für das Schusswaffentraining sei entstanden, weil einige Raumschießanlagen im Raum Hannover gewartet und in Stand gesetzt werden sollen und dann für eine gewisse Zeit nicht genutzt werden können.

Die Prüfung hinsichtlich der Märker Raumschießanlage sei noch nicht abgeschlossen, teilt Mischel mit. Darüber hinaus sei das Ministerium für Inneres und Sport ständig bestrebt, eine verbesserte Unterbringung der Polizei zu erzielen. Die Schulungsgebäude und Unterkünfte in der Wennigser Mark stehen seit 2008 leer. Der moderne Schießstand im Untergeschoss der Sporthalle war noch bis vor drei Jahren in Betrieb.

Die schwierige Investorensuche

Einen Investor zu finden, gestaltet sich alles andere als leicht. Seit 2008 versucht das Land, das 5,3 Hektar große Gelände der ehemaligen Polizeischule zu verkaufen. Das Grundstück ist wegen seiner Deister-Lage äußerst attraktiv. Allein wegen der riesigen Tiefgarage muss ein Investor jedoch viel Geld in die Hand nehmen, damit es wieder genutzt werden kann. Es gab ein Bieterverfahren, zuletzt hatte die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) ein ernsthaftes Interesse. Hört sich gut an: Nach öffentlich vorgestellten NLG-Plänen ließen sich 61 Wohneinheiten verwirklichen. Die Sporthalle sollte stehen bleiben. Zu einem Vertragsabschluss kam es nicht.

In Wennigsen
 fehlen bezahlbare
 Mietwohnungen

Die NLG-Pläne waren vielversprechend: 61 Wohneinheiten könnten auf dem Gelände der früheren Polizeischule entstehen. "Vielleicht elitäre Grundstücke hinten zum Wald und vorne Mehrfamilienhäuser", könnte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Kropp vorstellen. Bezahlbare Wohnungen werden gebraucht. Derzeit findet man in Wennigsen kaum welche unter 10  Euro pro Quadratmeter.

Die Gemeinde hat so gut wie keine Möglichkeiten, eigene Baugebiete von sich aus zu entwickeln. Nur im Dörgingsfeld gibt es eigene Flächen, und das liegt im Landschaftsschutzgebiet. Sonst gehört fast alles der Klosterkammer Hannover.

Perfekte Perspektive: Im Klostergrund der Klosterkammer planen Architekten aus Wennigsen mit einem Investor aus Köln nicht nur Eigenheime, sondern auch Mehrfamilienhäuser. Mit 140 bis 150 Wohneinheiten wird der Klostergrund Wennigsens größtes Baugebiet werden. Weitere 110 Wohneinheiten könnten im Kleinen Lutterfeld entstehen. Weil der Friedhof dann nicht mehr erweitert werden könnte, haben Anwohner und Kirchenvertreter diese Pläne allerdings vorerst gestoppt.

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