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Zu wenig Werbung für den Wasserpark?

Wennigsen Zu wenig Werbung für den Wasserpark?

Wie kommt der Wasserpark zu mehr Besuchern? Müsste der Tourismusservice das Naturbad mehr bewerben? Die Gemeinde pumpt jedes Jahr 100.000 Euro in den Wasserpark. Nun sollen für dringende Bauarbeiten weitere 56.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

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Der Wasserpark in Wennigsen: Der Boden im Nichtschwimmerbereich (rechts vom Steg) muss saniert werden. Der Trägerverein braucht dafür Geld von der Gemeinde. Rücklagen können nur mit den Eintrittsgeldern nicht gebildet werden.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Der Boden des Nichtschwimmerbereichs muss saniert werden. Wenn viel Betrieb ist, kann man den Boden nicht mehr sehen, weil so viel Schlamm aufgewirbelt wird. Die verschlammte Schicht soll nun mit Beton verfüllt werden. Darüber wird eine Folie verlegt, die mit rutschhemmendem Spezialsand überzogen wird. 

Trotz desolater Haushaltslage und freiwilliger Leistung steht der Wasserpark für die Gemeinde nicht zur Disposition. Obwohl der jährliche Zuschuss vor vier Jahren fast verdoppelt wurde, decken die 100.000 Euro der Gemeinde aber nach wie vor nur die Betriebskosten. Rücklagen kann der Wasserpark nur mit Eintrittsgeldern nicht bilden. CDU-Ratsherr Anselm Borrmann reicht's. Er würde gerne wissen: Was hat der Trägerverein in den nächsten Jahren konzeptionell geplant? Was kommt auf die Gemeinde zu – vor allem finanziell?

Borrmann geht im Sommer selbst im Wasserpark schwimmen und ihm ist aufgefallen: An Sterntagen, wie er sie nennt, ist das Naturbad durchaus gut besucht. Aber an Randtagen, wenn das Wetter vielleicht nicht ganz so gut ist, und besonders zu Randuhrzeiten „schwimmt man fast alleine und trifft kaum einen Menschen“.

Dabei war der Trägerverein mit der Bilanz dieser Saison eigentlich ganz zufrieden gewesen. 13.165 zahlende Gäste, 530 mehr als 2014. Und die beste Wasserqualität seit Jahren. Zwar hatte im Naturbad für zwei Tage der Nichtschwimmerbereich wegen erhöhter Bakterienwerte gesperrt werden müssen. Die Werte waren aber minimal unter dem Grenzwert und unbedenklich.

Was Borrmann vor allem stört: Seit acht Jahren leistet sich die Gemeinde einen professionellen Tourismusservice, um ihr attraktives Naherholungsgebiet zu vermarkten. Das Reisebüro Cruising bekommt dafür etwa 30.000 Euro pro Jahr. Es sei ja gut und schön, dass der Tourismusservice mit den Segway-Mühlbach-Touren ein Unternehmen aus Hannover bewerbe. Aber was ist mit Wennigsen selbst? Er sehe den Tourismusservice beim Wasserpark in der Pflicht - noch mehr, als für irgendetwas anderes", sagt Borrmann.

Bisher haben sich Wennigsens Tourismusexperten wenig verantwortlich dafür gefühlt, mehr Gäste in den Wasserpark zu holen. Bisher gab es in dieser Hinsicht keinerlei Gespräche. Natürlich könne er den Wasserpark aber mit Events bespielen, sagt Cruising-Geschäftsführer Henrik Heüveldop.

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