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Auszubildende lernen Palliativpflege

Wunstorf Auszubildende lernen Palliativpflege

Den Patienten ihren letzten Lebensabschnitt so angenehm wie möglich zu gestalten - das ist Anliegen der Palliativpflege. Wie das geschehen kann, haben 31 Pflegefachschüler am Montag bei einem Auszubildendenfachtag im Haus Johannes gelernt.

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Auf der Fachtagung Palliativpflege im Haus Johannes lernen die Pflegefachschüler den Umgang mit sterbenden Patienten.

Quelle: Lütjens

Wunstorf. Die Auszubildenden kommen aus allen Einrichtungen der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser. Neben dem Haus Johannes und dem Haus am Bürgerpark in Wunstorf sind das Senioren- und Pflegeheime in Sulingen, Hessisch Oldendorf, Neustadt und Loccum. "Es ist uns ein Anliegen, Palliativpflege zu besprechen", sagte Elke Pietzsch vom Haus Johannes.

Das Sterben gehöre zum Leben dazu. Daher sollen die Auszubildenden lernen, die Patienten auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Die Menschen sollen mit Wohlwollen und Würde sowie frei von Angst Abschied nehmen können. Palliativ heißt übersetzt Ummanteln. "Den Patienten soll ein Raum geboten werden, wo sie sicher und geborgen den letzten großen Schritt machen können", betonte Pietzsch.

Das heißt in der Praxis: Wie möchte jemand gebettet werden, die Mundpflege angenehm zu gestalten, schöne Gerüche, Lieblingsessen oder eine Handmassage. Einfache Dinge, die aber den Bewohnern möglichst viel Lebensqualität bieten. "Lange ging es in der Medizin um Lebenserhaltung, jetzt steht die Lebensqualität stärker im Fokus", erläuert Pietzsch.

Die Einrichtungen möchten ihre Auszubildenden vom ersten Ausbildungsjahr an schulen, weil das Thema Palliativpflege in der Schule und im durchgetakteten Pflegealltag oft zu kurz kommt. Die Fachtagung war im vorigen Jahr als Projekt gestartet. Die Leitung haben Christine Bauch, Fachkraft für Palliativpflege, sowie Wohnbereichsleiterin Gisela Wegner übernommen. "Wir wollen den Schülern auch den Austausch untereinander ermöglichen und sie positiv bestärken, mit dem Thema umzugehen", sagte Wegner.

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