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"Kunst im Turm" zeigt schöne Vielfalt

Wunstorf "Kunst im Turm" zeigt schöne Vielfalt

Es ist wieder Zeit für Kunst im Turm und in der Kirche. Vier Künstler zeigen auf Einladung des Forums Stadtkirche ab Sonntag, 25. Juni, dort ihre Werke. Ausgestellt werden Bilder, Teppiche und Skulpturen. Die Vernissage beginnt um 11.30 Uhr und wird von Sabine Borsum am Akkordeon begleitet.

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Ute O'Meara und ihre Schwester Susanne Gundermann verwalten den Nachlass des Vaters. Fritz Gundermann hat mehrere hundert Bilder gemalt. Etwa 40 Kunstwerke, darunter auch handgeknüpfte Wandteppiche stellen die Schwestern in der Stadtkirche aus.

Quelle: Christiane Lange-Schönhoff

Wunstorf. Der hannoversche Maler und Ausstellungs-Grafiker Fritz Gundermann starb 2012 und hinterließ seiner Familie mehrere hundert Bilder, darunter zahlreiche handgeknüpfte Wandteppiche. Etwa 40 seiner Werke haben seine Töchter Susanne Gundermann und Ute O'Meara mit nach Wunstorf gebracht. "Das Knüpfen der Teppiche oder auch Malen mit Wolle war für unseren Vater ein Ausgleich zur Arbeit. Das machte er am Abend und in der Nacht. Nach dem Studium der Gebrauchsgrafik hat er eine Malerschule besucht und hat bis ins hohe Alter, er wurde 90 Jahre, künstlerisch gearbeitet", erzählten die Töchter.

Bereits 2009 gab es in Wunstorf eine Einzelausstellung in der Abtei mit Gundermanns Bildern. Tochter Susanne, die selbst als Künstlerin arbeitet, hat den Kontakt zum Forum Stadtkirche hergestellt. "Wir freuen uns, dass die Kirche uns nimmt. Die Zusammenarbeit mit dem Team klappt super", bedankte sie sich.

Auch Steinbildhauer Damjen Lajic freut sich auf die Ausstellung in Wunstorf. Der gebürtiger Hagenburger war vor einigen Jahren schon einmal bei Kunst im Turm dabei. Er liebe die freie Gestaltung. Für jedes seiner Werke gebe es einen Gedanken, betonte er. "Ich arbeite ganz klassisch mit einen Handwerksbetrieb zusammen, verdiene aber mit der Kunst mittlerweile mein Geld", sagte Lajic. Das Markenzeichen des Künstlers sind seine Steinfiguren, die man auch in Hannover findet.

Wenn Irene Kampzcyk von Eichenholz spricht, leuchten die Augen der 48-jährigen Kulturpädagogin. Ihre Kunstwerke kombiniert sie gerne mit Steinelementen, ihr Thema ist der Ursprung des Lebens. Für ihre Skulpturen verarbeitet die Künstlerin 300 bis 400 Jahre alte Eichenfachwerk-Bohlen. "Das Holz bekomme ich meistens geschenkt. Die Besitzer freuen sich, wenn ich dem Material als Kunstobjekt wieder Leben einhauche und etwas Schönes daraus mache", beschreibt sie ihre Vorgehensweise. Mit ihren Arbeiten werfe sie gerne Fragen auf. In der Stadtkirche zeigt sie unter anderem die Skulpturen "Paar", "Triptychon", "Horus" und "Alabaster".

Vierte im Bunde bei "Kunst im Turm und in der Kirche" ist die erst 24-jährige Tschechin Petra P. Sukova. Bereits im Alter von 17 Jahren gestaltete sie in ihrer Heimatstadt Nymburk ein vielbeachtetes Altarbild. Sie studierte Theologie, Kunsttheorie und Pädagogik, seit 2011 stellt Sukova regelmäßig ihre Bilder aus. Einige ihrer Werke hat sie mit nach Wunstorf gebracht. Mit Titeln wie "God is a Composer", "God is a DJ" oder "God is Music" sorgt auch sie sicher für Aufmerksamkeit bei den Ausstellungsbesuchern.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, sie endet am Sonntag, 16. Juli. Öffnungszeiten sind immer dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Montags und freitags ist die Kirche geschlossen.

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Von Christiane Lange-Schönhoff

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