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Gedenkstein: Arbeitskreis ist nicht zufrieden

Wunstorf Gedenkstein: Arbeitskreis ist nicht zufrieden

Kurz vor der Enthüllung eines Gernika-Gedenksteins auf dem Fliegerhorstgelände am 8. September haben der Arbeitskreis Regionalgeschichte und der Baskisch-deutsche Kulturverein Baskale aus Bilbao eine gemeinsame kritische Stellungnahme veröffentlicht.

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Die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Birgit Mares (Wunstorf, links) und Ute Lamla (Neustadt, rechts) haben im April ihren Amtskollegen in Gernika, Jose Maria Gorrono Etxebarrieta getroffen.

Quelle: privat

Wunstorf. Vor 80 Jahren war die baskische Stadt Gernika im spanischen Bürgerkrieg verheerend bombardiert worden, auch unter Beteiligung Wunstorfer Flieger. Der Arbeitskreis habe das schon vor 33 Jahren veröffentlicht und könne eigentlich zufrieden sein, dass das nun auch von offizieller Seite der Bundeswehr und der Stadt gemeinsam gewürdigt wird. "Doch Zufriedenheit mag sich nicht einstellen, denn weder die Stadt Wunstorf noch die Bundeswehr beenden ihre über Jahre betriebene Traditionspflege."

So werden die dunkle Seiten der Fliegerhorstgeschichte nach Ansicht der Verfasser in der Ju-52-Halle nicht angemessen dargestellt, nach wie vor ehre eine Straße das frühere Boelckegeschwader. "Und eine Städtepartnerschaft Wunstorf-Gernika, für die sich viele Menschen in Wunstorf einsetzten, wurde verhindert." Die Kritiker hätten sich auch gewünscht, dass der Gedenkstein öffentlich zugänglich wird.

Nun wird er aber auf einer Grünfläche innerhalb des Zauns an der Nebenwache Poggenhagen in Nähe des Stabsgebäudes enthüllt. Bei der Gedenkveranstaltung vor geladenen Gästen wird die Militärpfarrerin Alexandra Dierks einen religiösen Rahmen gestalten, außerdem wird die Pressesprecherin des Geschwaders Doris Lammers den historischen Kontext des Angriffs einordnen. Kommodore Ludger Bette und Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt halten Ansprachen, die Musikschule ist auch am Programm beteiligt.

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