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Kritiker: Gernika-Gedenken ist unglaubwürdig

Wunstorf Kritiker: Gernika-Gedenken ist unglaubwürdig

Als unglaubwürdig haben der Arbeitskreis Regionalgeschichte und das Verdi-Bildungswerk das Gedenken an den Bombenangriff auf Gernika bezeichnet. 80 Jahre nach dem düsteren Kapitel im spanischen Bürgerkrieg soll nun zwar ein Gedenkstein auf dem Fliegerhorst aufgestellt werden.

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Kritiker halten das Gedenken an den Gernika-Angriff für unglaubwürdig, wenn wie zum Beispiel hier in der Ju-52-Halle die NS-Verbrechen ihrer Ansicht nach verschwiegen oder verharmlost werden.

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Trotzdem werfen die Kritiker um Hubert Brieden und Michael Dunst aber Stadt und Bundeswehr aber vor, andernorts weiterhin Kriegsverbrechen der NS-Luftwaffe zu verharmlosen, die an den Angriffen beteiligt war. Zum wiederholten Mal weisen sie auf die Oswald-Boelcke-Straße am Hölty-Gymnasium hin. Das nach dem Flieger aus dem Ersten Weltkrieg benannte Geschwader war auch an der Zerstörung Gernikas beteiligt.

Ein weiterer steter Vorwurf der Kritiker ist, dass im Ju-52-Museum die Geschichte der Wehrmachtsflieger ihrer Ansicht nach nicht mit allen ihren Verbrechen dargestellt wird. In einer Pressemitteilung erneuern Arbeitskreis und Verdi-Bildungswerk diese Kritikpunkte jetzt auch vor dem Hintergrund, dass über ein rechtes Netzwerk in der Bundeswehr diskutiert wird, in dem oft positive Bezüge zu Traditionen der Wehrmacht gepflegt werden.

Nach der Absprache zwischen Stadt und Lufttransportgeschwader 62 soll der Gernika-Gedenkstein voraussichtlich am Sonnabend, 9. September offiziell der Öffentlichkeit übergeben werden. Eine Schulklasse aus der baskischen Stadt wird dabei sein, derzeit laufen die Abstimmungen, welche auch offiziellen Vertreter Gernikas noch dazu kommen.

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt hat im Rat berichtet, dass der Stein schon ab Donnerstag aufgestellt wird, er muss dann aber noch graviert werden. Der Stein soll nach Abstimmung zwischen Stadt und Lufttransportgeschwader 62 künftig an der Hauptstraße des Fliegerhorstes in Höhe von Stabsgebäude und Kantine stehen. Er bleibt nicht allein: Auch der Gedenkstein für die Luftbrücke nach Berlin, der bisher in Nähe des Towers etwas abseits steht, soll dorthin umziehen.

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