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Wunstorferin lebte 30 Jahre in London

Wunstorf Wunstorferin lebte 30 Jahre in London

Eine Weltenbummlerin ist zurückgekehrt - und hat nebenbei einen großen Schatz an Literatur geschrieben. Ähnlich wie ihr Vorbild Ephraim Kishon hat sie Alltagserlebnisse vor allem in Kurzgeschichten verarbeitet. Sie zu veröffentlichen hat Astrid Naujoks sich allerdings noch nicht getraut.

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Astrid Naujoks hat mehr als 30 Jahre in England gelebt und ist in ihre alte Heimat Wunstorf zurückgekehrt.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Nur das Gedicht "An die geliebte Katze" (unten) ist jetzt zu ihrer Freude in der Frankfurter Bibliothek der Brentano-Gesellschaft veröffentlicht worden. "Dabei war es eigentlich eher ein Abfallprodukt", berichtet sie.

Die gebürtige Wunstorferin, Jahrgang 1959, sagt über sich: "Ich war ziemlich abenteuerlustig." Ein Jahr bereitete sie sich in Israel auf eine Einwanderung vor, entschied sich dann aber doch dagegen, weil sie den Wehrdienst scheute. Mit einer Freundin aus Israel zog sie in die USA weiter, wo sie wegen einer fehlenden Green Card nicht bleiben konnte. Ihre nächste Wahl war Großbritannien: "Ich bin in London nur mit einem Rucksack angekommen und hatte nach nur einem Tag schon drei Jobs", erinnert sie sich. Sie baute sich viel auf und blieb schließlich mehr als 30 Jahre dort. Zuletzt vernetzte sie so genannte Family-Office-Dienstleister bei Konferenzen, die sich um private Großvermögen kümmern.

Vor zwei Jahren, als ihre Mutter in Wunstorf Unterstützung brauchte, brach sie ihre Zelt in London ab, hat aber weiterhin ihren Freundeskreis und verfolgt auch sonst das Geschehen. So sieht sie auch mit Sorge, dass die Briten sich gegen eine Zukunft in der EU ausgesprochen haben: "Das ist sehr gefährlich, was sie dort gemacht haben." In London hat sie die Stimmung eigentlich immer eher EU-freundlich wahrgenommen.

In ihrer alten Heimat sieht sie, dass sich über die Jahre viel entwickelt hat. Im Vergleich zur britischen Metropole hat Wunstorf es aber schon schwer. "Es ist mir hier ein wenig zu ruhig, zu unaufregend." Das wird sie aber wohl mit Reisen kompensieren. Niedergelassen hat sie sich allerdings auch nicht im früheren Elternhaus in der Nordstadt, sondern in Rehburg-Loccum.

An die geliebte Katze

Oh du geliebt Katze du,
läßt mir am Morgen keine Ruh'
willst Milch, dann in den Garten seh'n
ob alle Bäume dort noch steh'n
so wie es gestern war!

Oh du geliebte Katze mein,
willst dann partout nicht wieder 'rein
denn draußen grade tummeln sich
das Vöglein und der Mäuserich
so geht es jeden Tag!

Oh du geliebte Katze du,
kommst abends spät willst deine Ruh'
liegst schnurrend auf dem Kissen
hast gar kein schlecht's Gewissen
so wird es morgen wieder sein!

Von Sven Sokoll

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