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Ausstellung erläutert die Hospizarbeit

Wunstorf Ausstellung erläutert die Hospizarbeit

„Ich begleite dich“ - so lautet der Name für die Ausstellung, die der Deutsche Hospiz- und Palliativ-Verband (DHPV) im September in der Stadtkirche zeigt.

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Sie helfen da, wo sie gebraucht werden: Sabine Kowalewski (von links), Ulla Edelmann und Kathrin Röbbel begleiten Sterbende
und ihre Angehörigen.

Quelle: Julia Anders

Wunstorf. Anlass dafür ist nicht nur der deutsche Hospiztag am 14. Oktober, sondern auch das 15-jährige Bestehen des Hospizdienstes Dasein im evangelischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf.

Bewusst farbenfroh werden Situationen aus der Begleitung schwerstkranker und sterbener Menschen dargestellt. Angereichert mit einfühlsamen und auch persönlichen Texten soll deutlich gemacht werden, dass Themen wie Krankheit, Sterben und Tod nicht unbedingt düster sein müssen - für die Hospizarbeit gehören sie mitten ins Leben.

Genau da setzt die Arbeit der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstes an. Ein Auszug aus dem Leitbild der Organisation verdeutlicht die Position, die die ausgebildeten Helfer einnehmen: „Wir setzen uns dafür ein, dass der Sterbeprozess wieder als ein wesentlicher Teil des menschlichen Lebens wahrgenommen und gelebt wird.“ Sabine Kowalewski arbeitet ehrenamtlich für den Dasein-Dienst und hat im privaten Kreis selbst bereits zwei Menschen beim Sterben begleitet. „Einfach da zu sein und ihnen zu helfen, die eigene Endlichkeit zu akzeptieren - das gibt mir ein gutes Gefühl“, sagt Kowalewski. Sie selbst glaubt an ein Leben nach dem Tod - das gebe ihr Kraft für ihre Arbeit.

Gemeinsam mit ihren Kollegen spricht sie, in Einzel- oder Gruppengesprächen, mit den Betroffenen und Angehörigen, hilft beim Sterbeprozess und auch bei der Trauer danach. „Wichtig ist, dass wir uns bei Menschen, die keine Hilfe möchten, nicht aufdrängen. Wir schauen, was die Betroffenen brauchen und helfen da, wo wir benötigt werden“, ergänzt Kollegin Kathrin Röbbel. Der Hospizdienst sucht weitere Freiwillige im Team der Begleiter.

Von Montag, 14. September, bis Sonnabend, 19. September, können Besucher der Ausstellung sich in der Zeit von 10 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr ein Bild von der Arbeit des Hospizdienstes machen - und sich davon überzeugen lassen, dass der Tod zum Leben dazugehört.

Zum Auftakt hält Soziologin und Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil am Montag, 14. September, ab 19 Uhr in der Stadtkirche einen Vortrag. Mit Humor will sie über die Liebe zum Leben sprechen - und auch über den Mut zum Abschied. Musikalisch begleitet wird sie von Thorsten Doll am Saxofon. Der Eintritt ist frei.

Von Julia Anders

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