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Bäderbetriebe: Frühschwimmen lohnt sich nicht

Wunstorf Bäderbetriebe: Frühschwimmen lohnt sich nicht

Neuerliches Frühschwimmen im Freibad Bokeloh ist nach Ansicht der Verantwortlichen in einer Vorlage an die Politik wirtschaftlich nicht sinnvoll, weil die Bäderbetriebe dafür zusätzliches Personal einstellen müssen. Reine Verschiebungen zu Lasten anderer Angebote wünschen sie sich nicht.

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Das Freibad Bokeloh soll bald wieder in Betrieb gehen.

Quelle: Mirko Bartels

Bokeloh. Das Frühschwimmen war zur Sommersaison 2015 abgeschafft worden. Wegen eines Defekts musste das Bad dann im vergangenen Jahr ganz geschlossen bleiben. Jetzt, wo die Wiedereröffnung in zwei Wochen näher rückt, wird noch über einen ein Jahr alten Antrag des Ortsrates Bokeloh beraten, zum Frühschwimmen zurückzukehren.

Mit den freiwerdenden Kapazitäten hatten die Bäderbetriebe einen ganzjährigen Betrieb im Hallenbad ermöglicht, abgesehen von einer technischen Betriebspause im Juli. Im einzig ernsthaft zu bewertenden Betriebsjahr 2015 waren die Besucherzahlen im Freibad relativ konstant geblieben, insgesamt kamen aber im Sommerhalbjahr mehr als zusätzliche 18.000 Besucher in die Einrichtungen der Bäderbetriebe. Das wurde als Erfolg gewertet. Auch finanziell waren die Bäderbetriebe mit den Folgen zufrieden.

Seit der Reform ist das Freibad während der Saison täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Damit sind die Arbeitszeiten des Personals bei einer Schicht ausgereizt. Deshalb könnte das Frühschwimmen ab 6 Uhr zur Folge haben, dass das Bad abends entsprechend früher schließt. Dabei betrachten die Bäderbetriebe nach den letzten Zahlen von 2014 das Frühschwimmen bis 10 Uhr als die am schwächste besuchte Zeit.

Also bliebe als Alternative, das Hallenbad im Sommer wieder zu schließen oder auch nur die Zeiten dort zu reduzieren. Doch beides sehen die Bäderbetriebe skeptisch, weil sie das aktuelle Modell dort ja als gelungen betrachten.

Also bliebe nur, das Personal in Bokeloh so zu verstärken, dass es in zwei Schichten eingesetzt werden kann. Dabei halten die Bäderbetriebe den Vorschlag des Ortsrates für machbar, geringfügig beschäftigte Rettungsschwimmer einzusetzen, die das qualifiziertere Personal unterstützen. Die Kosten liegen bei rund 50.000 Euro pro Saison, die nach Überzeugung der Bädebetriebe zusätzlich aus dem städtischen Haushalt kommen müssten, weil eben nicht mit entsprechenden Mehreinnahmen zu rechnen ist.

Ein Kompromiss könnte sein, das Frühschwimmen auf den Juli zu begrenzen,  weil dann zumindest das Wunstorf Elements geschlossen ist und Personal leichter zur Verfügung stehen könnte. Allerdings wäre die Frage, ob die Öffentlichkeit das akzeptieren würde. Und: Alle Lösungen könnten auch erst ab 2018 umgesetzt werden.

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