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Bäume auf Asbesthalde gerodet

Luthe Bäume auf Asbesthalde gerodet

Der erste Akt ist weitgehend abgeschlossen: Bäume und Büsche sind von der Asbesthalde der ehemaligen Firma Fulgurit an der Adolf-Oesterheld-Straße verschwunden. Kritiker werfen der Region und ihren Firmen jedoch Mängel bei der Arbeit auf dem Asbest vor.

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Auf der Asbesthalde in Luthe sind die Bäume gerodet worden.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Das war eine wichtige Voraussetzung, damit voraussichtlich im April die eigentliche Abdeckung der Halde beginnen kann. Angebote dafür liegen der Region schon vor, vergeben hat sie die Arbeiten aber noch nicht.

Mit Beginn der Rodungsarbeiten hat sie damit begonnen, auf ihrer Internetseite hannover.de die Ergebnisse der regelmäßigen Luftmessungen einzustellen. „Das war bisher völlig unverdächtig“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Direkt am Rand des Haldengeländes sind fünf Messpunkte festgelegt worden. Dazu kommen vier Messpunkte in der Umgebung, und zwar in der Kernstadt, in der Äbtissin-Jutta-Straße, in Luthe an der Rotdornstraße und am Vogelbeerweg sowie auf einem Feldweg südöstlich der Halde. Nach der Vergleichsmessung vom 19. Januar, vor Beginn der Arbeiten, sind bisher fünf weitere Messungen erfolgt. In einem schnelleren Rhythmus soll während der Sanierung nur dann gemessen werden, wenn es einen Anlass dafür gibt - so sei es von vornherein geplant gewesen, betonte Abelmann.

Die Region musste sich in den vergangenen Tagen auch noch mit Kritik auseinandersetzen, die der Unternehmer Georg Fuisz und der Linken-Ratsherr Rüdiger Hergt, Sprecher der Luther Asbest-Bürgerinitiative, bei ihr vorgebracht haben. Sie haben sich die Arbeiten angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass das Personal seit Beginn der Rodungsarbeiten die Regeln für den Umgang mit dem krebserregenden Asbest verletzt, unter anderem auch die eingerichtete Sicherheitschleuse umgangen hat. Bei den Rodungsarbeiten soll die bisherige Oberfläche über den Asbestresten vielfach aufgerissen worden sein. Schließlich ziehen die Kritiker auch den Wert der Messungen in Zweifel.

Die Region hat dennoch keinen Anlass, an der korrekten Ausführung der Arbeiten zu zweifeln. „Es gibt regelmäßig Baubesprechungen, bei denen wir die Arbeiten kontrollieren“, sagt Abelmann. Die beiden Kritiker haben nun das Gewerbeaufsichtsamt eingeschaltet, das die Vorwürfe untersuchen wird.

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