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Stadt will besseres Image für Straßenausbau

Wunstorf Stadt will besseres Image für Straßenausbau

Gut ausgebaute Straßen vor der Tür wünscht sich jeder, doch wenn es um die Kosten geht, beginnt häufig der Streit zwischen Anliegern und Stadtverwaltung. Dem möchte die Bauverwaltung durch eine positivere Herangehensweise entgegenwirken. Außerdem hat sie drei verschiedene Ausbaustandards festgelegt.

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Am Kornblumenweg ist der Standard für Straßenbau erkennbar. Die Mischverkehrsfläche für Autos, Radfahrer und Fußgänger ist rot gepflastert, die Parkfläche in Anthrazit abgesetzt. Auf Wunsch des Ortsrates wurde jedoch noch eine graue Leitlinie gepflastert.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Bei Anliegerversammlungen sei in der Vergangenheit häufig negativ auf die Anlieger zugegangen worden, sagte Simon Schlüter, Mitarbeiter der Tiefbauabteilung, bei der Bauausschusssitzung am Donnerstagabend. Sie bekämen zu hören: "Eure Straße ist kaputt, sie muss saniert werden." Nun sollen bei der ersten Versammlung den Anwohnern die sich bietenden Chancen aufgezeigt werden,  eine schöne Straße vor der Haustür zu erhalten. Dabei gelte es eine möglichst hohe Übereinstimmung zwischen Anliegerwünschen sowie technischen, fachlichen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Aspekten zu finden. "Die Leute müssen schließlich Geld in die Hand nehmen", sagt Schlüter, der sich durch die neue Herangehensweise mehr Zustimmung der Betroffenen erhofft.

Er stellte den Ausschussmitgliedern überdies drei Ausbauvarianten vor, die durch den Wiedererkennungswert auch die Verkehrssicherheit erhöhen sollen. Für Tempo 30-Zonen ist rotes Rechteckpflaster für den Bürgersteig und graues Verbundsteinpflaster für die Fahrbahn vorgesehen. Verkehrsberuhigte Bereiche erhalten eine rote Pflasterung und Parkplätze heben sich in grau ab, Straßen mit Schwerlastverkehr eine schwarze Asphaltdecke. Auch dort sind Parkflächen grau und Gehwege rot. Als Vorteile der Standards nennt Schlüter unter anderem geringere Kosten für Lagerung und Einkauf.

Trotz der Standards seien dennoch individuelle Lösungen, beispielsweise bei ortsprägenden Straßen möglich. Axel Brockmann begrüßt die Herangehensweise. "Ich finde es gut, die Bürger so früh wie möglich mit einzubeziehen, bevor man selber eine Planung macht", sagt der CDU-Politiker. Er erwartet, dass eine Menge Spannung aus der Diskussion genommen werde, wenn die Anlieger im Vorfeld wissen, dass besondere Standards einzuhalten sind. Auch Wilhelm Bredthauer (SPD) sieht den Ansatz positiv, dass die Verwaltung erst den Anliegern zuhört, bevor sie den vorläufigen Ausbauplan erstellt.

Auf die Frage der Ausschussvorsitzenden Kirsten Riedel (SPD), was sich die Verwaltung in Bezug auf den Straßenausbau von der Politik wünscht, sagte Bauamtsleiter Robert Lehmann, im Vorfeld solle sachgerecht diskutiert werden. Aber nicht hinterher, wenn der Beschluss gefallen sei.

Ausschuss will Ausbaukosten weiterhin umlegen

Am Abrechnungssystem für den Straßenausbau soll festgehalten werden. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Bauauschusses. Eine Grundsteuer klinge zunächst nach dem gerechtesten System, sagte Martin Ehlerding (SPD). Doch was sei mit denjenigen, deren Straße erst saniert wurde? Als „kompliziert und aufwändig“ bezeichnete Nicolai Balzer (CDU) die weitere Möglichkeit, Baukosten durch Bezirksbildung auf einen größeren Personenkreis auszudehnen.

Von Rita Nandy

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