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Quereinsteiger unterstützen die Feuerwehr

Wunstorf Quereinsteiger unterstützen die Feuerwehr

17 angehende Feuerwehrleute bereiten sich gerade in der Truppmannausbildung auf ihren Dienst vor. Bemerkenswert: Mehr als die Hälfte kommt nicht aus den Jugendfeuerwehren, sondern will als Quereinsteiger den freiwilligen Dienst leisten.

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Truppmannausbildung der Feuerwehr in Wunstorf, ein Löschangriff wird geprobt.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Löschangriff, Straßen sperren, eine Leiter richtig an ein Gebäude stellen: Das mussten die 17 Teilnehmer der Truppmannausbildung am Sonntag auf dem Gelände des städtischen Baubetriebhofs ausprobieren - und alles mit den richtigen Fachbegriffen und Kommandos begleiten. Eine Weile üben sie allerdings schon: Am 1. April hatte der 70-stündige Grundlehrgang mit theoretischen und praktischen Anteilen begonnen.

Stadtausbildungsleiter Stefan Wassmann hat dafür ein Team mit zwölf Ausbildern zusammengestellt. Auf dem Lehrplan standen bisher zum Beispiel schon Rechte und Organisation der Feuerwehr, Unfallverhütung, Gerätekunde und die Sonderrechte im Straßenverkehr.

Immerhin elf Kursteilnehmer waren nicht vorher schon in der Jugendfeuerwehr aktiv und gleichen damit aus, dass von dort derzeit relativ wenige Umsteiger kommen. Einer von ihnen ist Björn Fernkorn: Er hatte an der Wunstorfer Feuerwache ein Plakat einer Kampagne gesehen, mit dem das Landesinnenministerium Nachwuchs für die Feuerwehr sucht: "Eigentlich haben sie ja Recht", sagte er sich - und meldete sich bei der Kernstadt-Wehr, um Feuerwehrmann zu werden. Bisher hat der 21-jährige Fachinformatiker den Schritt nicht bereut: "Diese Mischung aus Kameradschaft und Disziplin macht viel Spaß, und auch die Ausrüstung finde ich recht gut. Ich fühle mich auch besser, wenn ich anderen helfen kann, statt auf dem Sofa zu liegen."

Für den stellvertretenden Stadtbrandmeister Martin Ohlendorf haben die Quereinsteiger auch ihren Wert für die Feuerwehr: "Das gibt auch einen frischen Wind." Wassmann hat beobachtet, dass sie oft auch sehr motiviert in die Ausbildung gehen. Für die nächsten Jahre erwartet die Feuerwehrführung aber auch wieder stärker eigenen Nachwuchs, weil dann ein gewisser Schub durch die Gründung der Kinderfeuerwehren spürbar werden müsste.

Am 30. April müssen die jetzigen Nachwuchs-Feuerwehrleute ihre Prüfungen ablegen. Dann geht es in die einzelnen Ortsfeuerwehren, wo sie im Lauf der nächsten zwei Jahre weitere 80 Stunden im zweiten Teil der Truppmann-Ausbildung absolvieren müssen. Wenn sie das hinter sich haben, dürfen sie dann weitere Fach- oder Truppführerlehrgänge besuchen.

Einsatzübung in Hagenburg

Auch die Hagenburger Feuerwehr hat am Freitag geübt - allerdings gingen die Helfer um 20.30 Uhr zunächst von einem echten Feuer im Spänebunker einer Tischlerei an der Schierstraße aus. Als sie dort waren, stellte die Alarmierung sich dann als Übung heraus. Vier Feuerwehrleute suchten im Rauch mit Atemschutz und der Wärmebildkamera und konnte schließlich einen vermeintlich Vermissten retten. Eine Dreiviertelstunde später konnten die 16 Feuerleute wieder einrücken, die mit drei Fahrzeugen vor Ort waren.

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Von Sven Sokoll

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