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22 Wohnheim-Sportler starten beim Marathon

Wunstorf 22 Wohnheim-Sportler starten beim Marathon

Sie haben fleißig trainiert und nun ihre letzten Trainingsrunden absolviert. 22 Bewohner der Johanniter-Flüchtlingsunterkunft am Luther Weg starten am Sonntag als Staffel-Team beim Marathon in Hannover. Damit gehören sie zu insgesamt 22.000 Läufern, die um Punkt 9 Uhr auf die Strecke gehen.

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22 Bewohner der Johanniter-Flüchtlingsunterkunft starten am Sonntag beim Hannover-Marathon als Staffelteam. Michele und Aneta d'Onofrio (Bildmitte, hinten), ehemals Pächter von Küsters Hof, spendierten gemeinsam mit Jürgen Nagel von Sport & Fun an der Hindenburgstraße die Laufhosen.

Quelle: Christiane Lange-Schönhoff

Wunstorf. Mit dabei sind Sportler aus Afghanistan, Irak, Sudan, Somalia, Eritrea und Syrien. "Die Idee zur Teilnahme am Hannover-Marathon hatte die Integrationsbeamte des Johanniter-Regionalverbandes. Unsere Bewohner starten also gemeinsam mit vielen anderen Sportlern aus niedersächsischen Unterkünften", sagte Wohnheim-Leiterin Pia Liebermann.

Wenn die Wunstorfer auf die Strecke gehen, sind die meisten als Staffelteam unterwegs. Ein Heimbewohner wagt sich an die Halbmarathon-Strecke. Auch Pia Liebermann selbst ist dabei und läuft 9,7 Kilometer, andere absolvieren 4,7 Kilometer. "Die meisten, die am Sonntag starten, sind auch schon in ihren Heimatländern gelaufen. Als ich durch das Haus gegangenen bin und nachgefragt habe, bekam ich gleich eine positive Rückmeldung", erzählt sie erfreut.  

Damit die 14 bis 54 Jahre alten Sportler auch in geeigneter Kleidung trainieren konnten, starteten die Johanniter einen Aufruf: Benötigt wurden gut erhaltene Laufschule sowie Sportbekleidung. Viele Wunstorfer durchstöberten daraufhin ihre Schränke. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Jede Menge sportliches Equipment landete im Wohnheim am Luther Weg. Auch ein Läufer aus Garbsen hat auf den Artikel in der Regionalbeilage von HAZ und NP reagiert: Stefan Weigang organisierte eine Kiste hochwertiger Laufschuhe von Det's Laufshop in Hannover(wir berichteten).

Doch damit nicht genug: Der Wunstorfer Jürgen Nagel, er hat seit vielen Jahren ein Sportartikelfachgeschäft an der Hindenburgstraße, fand die Idee ebenfalls gut. Gemeinsam mit Michele und Aneta D 'Onofrio, ehemalige Pächter von Küsters Hof, spendierte er noch die passenden Laufhosen dazu. "Die Veranstaltung ist toll. Schön ist auch, dass die Bewohner mitmachen. Das motiviert. Damit sind sie ein Vorbild für die anderen", sagte D' Onofrio erfreut. Er sei beeindruckt, dass die Bewohner, trotz unterschiedlicher Herkunft, gemeinsam trainierten und so viel Harmonie ausstrahlten.

Getestet wurden die Sachen bereits bei einem Probelauf am Dienstag. Trainiert wurde entlang der Aue in Richtung Blumenau.

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Von Christiane Lange-Schönhoff

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