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Bauverein will mehr Präventionsarbeit leisten

Wunstorf Bauverein will mehr Präventionsarbeit leisten

Weil sich immer mehr Mieter über Betrugsfälle am Telefon oder an der Haustür beschweren, will der Bauverein seine Präventionsmaßnahmen intensivieren. Zum Auftakt trafen sich am Dienstagnachmittag betroffene Hausbewohner mit Wunstorfs Kontaktbeamten Ralf Möllmann im WB-Forum Rembrandtstraße.

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Wenn ein Fremder an der Tür klingelt, sollten sich die Mieter immer einen Ausweis zeigen lassen, auch wenn Personen vorgeben, von der Polizei zu sein: Wunstorfs Kontaktbeamter Ralf Möllmann zeigt seinen Dienstausweis. Kathrin Tietz und Michael Nahrstedt vom Bauverein hören interessiert zu.

Quelle: Christiane Lange-Schönhoff

Wunstorf. Bei der Veranstaltung mit dabei waren auch die Bauverein-Vorstände Kathrin Tietz und Michael Nahrstedt. "Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass es Bewohner gibt, die Betrügern aufsitzen. In den letzten Monaten haben sich bei uns vermehrt Mieter gemeldet, die angerufen worden sind oder denen vermeintliche Handwerker die Wartung der Rauchmelder vorgetäuscht haben", berichtete Tietz. "Wenn wir Handwerker in unsere Wohnungen schicken, kündigen wir das vorher an. In Zweifelsfällen sollten uns die Mieter immer anrufen", betonte auch Michael Nahrstedt.

Zu den betroffenen Mietern zählt auch Brunhilde Below. Sie sei an einem Nachmittag im Halbstundentakt angerufen worden. Der Anrufer habe sie aufgefordert, 1400 Euro bei der Post einzuzahlen. Tue sie dies nicht, würde ihre Rente gekürzt. "Ich habe einfach aufgelegt und bin dann einfach nicht mehr an den Apparat gegangen", formulierte die couragierte alte Dame ihr Handeln. "Sie haben alles richtig gemacht. Am besten wäre es dann, gleich die Polizei zu informieren. Wir sind auf Informationen der Bürger angewiesen. Nur so können wir Hinweisen nachgehen und zum Beispiel in der Presse öffentlich machen", betonte Möllmann.

Dass sich betrogene Mieter an die Polizei wenden, ist aber nicht immer der Fall. "Viele haben da eine Hemmschwelle und trauen sich nicht anzurufen", weiß auch Sozialberaterin Andrea Wegener. Sie kümmert sich beim Bauverein um den Bereich Wohnen mit Service und bietet auch in Betrugsfällen ihre Hilfe an. "Wir setzen uns dann für die Mieter mit der Polizei in Verbindung", versicherte sie.

Auf die Frage, woher Betrüger an Namen und Telefonnummern kommen, wusste Ralf Möllmann ebenfalls eine Antwort: "Entweder besorgen sich Gauner Listen aus alten Adressenpools oder sie schauen ins Telefonbuch. Manche Vornamen können da schon Aufschluss über das Alter geben", sagte er. Aber auch in Kirchenblätter könnten böse Buben fündig werden. Dort stünde oft das Geburtsdatum.

Damit Betrüger ohne Kontrolle gar nicht erst ins Haus kommen, hat der Bauverein in seinen Miethäusern Gegensprechanlagen installiert. Hilfreich sind auch Spione, Sperrriegel, auch das Drücken des Hausnotrufknopfes kann helfen. "In unserem neuen Mietobjekt auf dem Barneplatz wird es zusätzlich eine Videoüberwachung geben", verkündete Tietz.

Und das hat der Bauverein vor

Die Auftaktveranstaltung beleuchtete "Betrugsfälle in Wunstorf". Weitere Aktionen zum Thema sollen folgen. Hierzu gehören Aushänge in den Hauseingängen mit Verhaltenstipps, eine Informationsreihe zum Thema Betrug in den regelmäßig erscheinenden Mitgliedermagazinen sowie auf der Internetseite sowie weitere Veranstaltungen mit der Polizei in den Wohnquartieren. Außerdem sei ein Flyer zum Thema in Arbeit, sagten Kathrin Tietz.

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Von Christiane Lange-Schönhoff

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