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Bürgerbüro ist längst unverzichtbar

Wunstorf Bürgerbüro ist längst unverzichtbar

1995 richtete der Rat das Bürgerbüro als einjährigen Versuch ein. Jetzt käme wohl niemand mehr auf die Idee, am Konzept des Bürgerbüros zu zweifeln.

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Yvonne Fusco bedient Friedrich Kampe im Bürgerbüro. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt (links) und Markus Saars, Leiter des Büros, schauen zu.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. Gern berichtet Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt von seinem ersten Kontakt mit der Wunstorfer Stadtverwaltung. Mit seiner Frau wollte er sich Anfang 1975 als Neubürger anmelden. Dazu musste er ins Obergeschoss des Gebäudes Stiftstraße 2 steigen, sich durch einen dunklen und verqualmten Flur tasten, um dann von einem unfreundlichen, Ärmelschoner tragenden Bediensteten im Einwohnermeldeamt angepflaumt zu werden.

20 Jahre später richtete Eberhardt, inzwischen Vertreter von Stadtdirektor Eckhard David, mit ihm das Bürgerbüro ein, das in diesen Tagen wiederum auf 20 Jahre zurückblicken kann. Das Bürgerbüro war 1995 Kernstück der angestrebten Umwandlung der Stadtverwaltung in einen modernen Dienstleistungsbetrieb. Es ist die erste Anlaufstelle für Einwohner. Seinerzeit war Wunstorf in der weiteren Umgebung Vorreiter mit der Idee des Bürgerbüros. In Bielefeld habe man sich erkundigt und informiert, dort gab es eine solche Einrichtung bereits, erinnert sich Eberhardt.

Das Leistungsspektrum ist in den folgenden Jahren immer wieder erweitert worden, das Büro kann nun mit imposanten Zahlen aufwarten. So werden zum Beispiel im Monat bis zu 400 Personalausweise ausgestellt. Wichtig und in Bürgerbüros anderer Kommunen keineswegs selbstverständlich ist die Möglichkeit der Kraftfahrzeuganmeldung - eine Aufgabe der Region, die dort nicht unbedingt gern in die Hand der Stadt gelegt wurde.

Fast noch wichtiger als das Eröffnungsdatum des Bürgerbüros im September 1995 ist für Eberhardt und den heutigen Leiter des Büros, Markus Saars, das Datum 14. April 2002. Damals zog das Bürgerbüro um, aus dem Obergeschoss des östlichen Rathausflügels in das Erdgeschoss. Dort hatte zuvor die Dresdner Bank eine Filiale.

Mussten die ersten Mitarbeiter des 1995 neuen Bürgerbüros noch zusätzlich geschult werden und waren damals nicht alle Bediensteten von den erweiterten Öffnungszeiten angetan, so arbeitet im Bürgerbüro heute ein eingespieltes und motiviertes Team. Und das fast ohne Papier, wie Saars sagt. Die Arbeitsplätze seien vollgestopft mit Technik und optimal ausgestattet. „Wir bemühen uns, für alles praktikable Lösungen zu finden“, so die Devise des Leiters. Untersuchungen und Befragungen bestätigen, dass das gelingt. Viel Lob gab es bisher für Büro und Mitarbeiter. Das attestiert beispielsweise eine Bachelorarbeit, die sich mit dem Bürgerbüro auseinandersetzte.

Seit 2010 gibt es eine Aufrufanlage. Die Bürger müssen nicht aufpassen, wann wo welcher Platz frei wird, sondern warten, bis die gezogene Nummer angezeigt wird. Lange warten müssen sie nicht, sagt Saars. Die Statistik für 2014 ergab eine durchschnittliche Wartezeit von zweieinhalb Minuten.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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