Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Ministerium sucht bei Trasse den Dialog

Wunstorf Ministerium sucht bei Trasse den Dialog

Die Bedenken gegen den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) sind groß. Dies zeigte sich bei einer nicht öffentlichen Diskussionsveranstaltung in der Abtei. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, informierte über den derzeitigen Sachstand.

Voriger Artikel
Klosterstraße bleibt Streitthema
Nächster Artikel
Marley steigert seinen Umsatz

Diskussion über Trassenplanung mit Maik Beermann (von links), Enak Ferlemann, Maria Flachsbarth, Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und Hendrik Hoppenstedt.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Die eineinhalbstündige Diskussion, an der unter anderem Vertreter betroffener Gemeinden und Bürgerinitiativen teilnahmen, sei sachlich verlaufen, fasste die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth zusammen. Der Parlamentarische Staatssekretär machte vor allem deutlich, dass es sich für die Strecke zwischen Hannover und Bielefeld nur um einen Entwurf handele. Bei einem späteren Planfeststellungsverfahren müssten alle Varianten -  beispielsweise Neubau oder Kombination aus Neubau und Bestandsausbau - berücksichtigt werden. Im Bund scheint jedoch ein Neubau favorisiert zu werden.

Bis es dazu kommt, möchte Ferlemann Betroffene mit ins Boot holen und aus ihnen Beteiligte machen. Dafür werde es, ebenso wie jüngst bei der Alpha-E-Trasse, die eine höhere Taktung von Zügen zwischen Nienburg und Wunstorf vorsieht, ein Dialogforum geben.

40 000 Bürger hätten bereits ihre Bedenken geäußert. Der BVWP sei hunderttausende Male aus dem Internet heruntergeladen worden. "Ich finde das super", freut sich der Staatssekretär über das große Interesse, vor allem bei so vielen "normalen Bürgern".  Einige der Vorschläge würden sich später sicherlich in den Planungen wiederfinden. Noch seien keine Varianten für die Streckenführung festgelegt.

Große Belastungen sieht Ortsbürgermeister Karsten Grobe auf die Kolenfelder zukommen, wenn die Trasse tatsächlich  entlang des Mittellandkanals oder der Autobahn verlaufen würde. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt sieht für Wunstorf die Grenze der Belastung durch Bahn und Güterverkehr erreicht. Gerne hat er die Ankündigung von Ferlemann gehört, dass bis 2020 gesetzmäßig die Lärmbelastung durch Güterzüge, das gilt auch für ausländische Züge, um zehn Dezibel gesenkt werden soll. Das sei auch wichtig für Wohnungsbauplanungen auf dem ehemaligen Vion-Gelände.

Von Rita Nandy

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9kghd7mu15d72ldfd
Schüler erhalten Tipps zur Berufsorientierung

Fotostrecke Wunstorf: Schüler erhalten Tipps zur Berufsorientierung