Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Wasserumstellung ist mit Aufwand verbunden

Wunstorf Wasserumstellung ist mit Aufwand verbunden

Bei ihrem Frühjahrsempfang hat die CDU Großenheidorn sich am Sonntag mit der Frage beschäftigt, auf welchem Weg der Ort weicheres Trinkwasser erhalten könnte. Der Wasser-Experte Jürgen Stock aus Wolfenbüttel zeigte viele Möglichkeiten auf - doch mit einem gewissen Aufwand sind sie alle verbunden.

Voriger Artikel
Erste Segel sind auf dem Wasser zu sehen
Nächster Artikel
Vielstimmiger Jazz auf der Theaterbühne

Colette Thieman (von links) hat beim Frühjahrsempfang ihrer CDU Großenheidorn den Wasser-Experten Jürgen Stock und Claudia Drouvé von der Randstundenbetreuung zu Gast.

Quelle: Sven Sokoll

Großenheidorn/Steinhude. Großenheidorn bezieht ebenso wie Teile von Klein Heidorn sowie ganz Steinhude und Hagenburg hartes Wasser aus dem Werk Hohenholz des Wasserverbands Nordschaumburg - mit der Folge, dass die Kunden unter anderem mit starken Kalkablagerungen zu kämpfen haben. Der Referent Stock vertritt den Verein zur Förderung der praxisbezogenen wissenschaftlichen Forschung und des Technologietransfers im Bereich der öffentlichen Versorgung und berät unter anderem Wasserversorger.

Er stellte fest, dass das Waser bisher prinzipiell absolut in Ordnung sei. Die Härte ist allerdings so hoch, dass man nach den Empfehlungen schon über eine Enthärtung nachdenken sollte. Dazu gibt es technische Verfahren, die unter den gegebenen Voraussetzungen aber nicht alle gleich geeignet seien. Natürlich könnte das Wasser auch mit anderem Wasser gemischt werden oder gleich eine ganz andere Quelle wie Harzwasser gewählt werden - wenn diese Quellen denn noch genug Reserven haben. "Auf jeden Fall wird die Umstellung etwas kosten", betonte Stock.

Als Größenordnung gibt er Mehrkosten für die Kunden von 20 bis 60 Cent pro Kubikmeter Wasser an. Das ist bei einem bisherigen Preis von 1,21 Euro brutto beim Wasserverband schon ein deutlicher Aufschlag. Etwa in der gleichen Größenordnung sparen die Haushalte aber, weil sie Geräte weniger intensiv reinigen müssen und auch weniger Waschmittel brauchen. Wer bisher im Haus das Wasser selbst mit einem Ionenaustauscher enthärtet, spart zudem weitere 60 bis 90 Cent pro Kubikmeter.

Weil es aber durchaus auch Argumente für härteres Wasser geben kann, zum Beispiel wegen des Geschmacks, will die CDU jetzt zunächst in Großenheidorn mit Unterschriftenlisten ein Stimmungsbild einholen. "Wenn die Bevölkerung es will, würden wir das Thema weicheres Wasser dann auch politisch vorantreiben wollen", kündigte der Regionsabgeordnete Manfred Wenzel an. Die Ratsfraktionsvorsitzende Christiane Schweer will mit ihrer Steinhuder CDU zudem beraten, ob diese in die gleiche Richtung tätig werden will.

Aus dem Erlös der Müllsackbörse der Partei überreichte die Vorsitzende Colette Thiemann bei dem Empfang 600 Euro an Claudia Drouvé für die Randstundenbetreuung. Die Kinder- und Jugendkantorei erhält außerdem 200 Euro.

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xeuwxb1n0k31jodif3
Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden

Fotostrecke Wunstorf: Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden