Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Friedberg könnte auch Krimiautorin sein

Wunstorf Friedberg könnte auch Krimiautorin sein

100 Jahre - was für eine Zeitspanne. Unendlich lang für einen Menschen, kaum wahrnehmbar in der Geschichte der Menschheit. Die Schreibwerkstatt am Stift hat sich dieses Zeitraumes angenommen. In einem Buch befassen sich die Autorinnen mit der Zeit seit 1914. Die Leine-Zeitung stellt sie vor. Diesmal: Christina Friedberg.

Voriger Artikel
aha-Container bleibt leer
Nächster Artikel
Ein Notvorstand soll helfen

Bei ihr stirbt immer einer: Autorin Christina Friedberg.

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. „Bei ihr stirbt immer einer“, so sagen die Mitschreiberinnen der Schreibwerkstatt am Stift über Christina Friedbergs Kurzgeschichten. Na ja, immer wohl nicht, aber Friedberg würde zur Krimiautorin taugen, da sind sich die Kolleginnen einig. „Ich schreibe Kurzgeschichten über Dinge, die einfach so passieren“, sagt sie, ergänzt dann aber, dass die Inhalte ihrer Geschichten auch einfach so passieren könnten. Nun ja, ein Ehemann im Kanalschacht ist ja etwas, was man sich durchaus vorstellen kann. Und ein Rache-Haarshampoo, das Haarausfall fördert, ist auch nicht außerhalb jeglicher Vorstellung. Humorvolle Geschichten schreibt sie, die Widrigkeiten des Lebens und eben auch das Dahinscheiden geben den Stoff.

Christina Friedberg, Jahrgang 1962, ist am Steinhuder Meer aufgewachsen und in Wunstorf zur Schule gegangen. Sie hat eine naturwissenschaftliche Ausbildung absolviert und drei Kinder großgezogen. Sie lebt in Luthe in wilder Gemeinschaft mit zwei flügge gewordenen Töchtern, einem ausgebüxten Sohn, zwei Windhunden und allerlei Getier. Um eins klarzustellen: Das sagt sie über sich.

Im neuen Buch der Schreibwerkstatt schreibt sie eine Geschichte über das Friedenskind. Ihre dazugehörenden Bilder stammen aus den sechziger Jahren. Damals sah das junge Mädchen Christina am heimischen Fernsehgerät die Bilder der hungernden Kinder im damaligen afrikanischen Biafra in den

Nachrichten. Der Text dazu ist ihr vor zehn Jahren eingefallen, verfasst in Redeform. Aber auch die Diskozeit kommt in dem neuen Buch vor. „Saturday Night Fever“ in Wunstorf, so heißt eine Geschichte über eine für viele noch recht präsente Ära.

Derzeit gönnt sich die Lutherin eine Schreibpause. Aber die wird irgendwann zu Ende sein. Gern würde sie ein Theaterstück verfassen. Damit hat sie Erfahrung. In Berenbostel spielt sie seit Jahren bei einem Laientheater mit. Nun ja, kaum noch überraschend, auch in den Stücken der Spielerschar geht es gelegentlich ums Dahinscheiden auf merkwürdige Weise.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Albert Tugendheim

doc6wbpbj0vket1epcjgdp3
Christian Göbel feiert silberne Priesterweihe

Fotostrecke Wunstorf: Christian Göbel feiert silberne Priesterweihe