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Dank an zwei mutige Retter

Wunstorf Dank an zwei mutige Retter

In den Augen von Kommissariatsleiter Dirk Hallmann und Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt sind Gabriele Kreye und Sven Fuchs Vorbilder. Beide haben jüngst Menschen gerettet. Eberhardt und Hallmann haben sich Montagnachmittag im Rathaus dafür bedankt.

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Kommissariatsleiter Dirk Hallmann (links) und Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt (rechts) bedanken sich für den Mut von Sven Fuchs und Gabriele Kreye.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. „Wir sind stolz auf diese beiden Bürger“, sagte der Bürgermeister, und Hallmann lobte die Zivilcourage, die sich auch zeigt, wenn Menschen Entscheidungen blitzschnell treffen und so anderen das Leben retten. Der Wunstorfer Sven Fuchs hat Ende Juni ein neunjähriges Mädchen aus der Luther Tongrube gerettet. Das Kind war mit seinem Fahrrad ins Wasser gefallen und driftete vom Ufer weg. Fuchs, der das am Ufer zufällig sah, rannte hin, riss sich die Kleidung vom Leib, schwamm zu dem Kind, das er noch zu fassen bekam, und zog es an Land. „Das war selbstverständlich“, sagte er, und: „Ich würde es wieder tun, möchte das aber nicht noch mal erleben.“

Bedauerlich findet er, dass er seither nichts mehr von den Eltern des Kindes gehört hat. Dabei geht es ihm nur darum: „Ich würde gern wissen, wie es dem Mädchen geht.“

Ein Hund hat wohl auch seinen Teil zur Rettung eines Mannes beigetragen, der der Kolenfelderin Gabriele Kreye ihr Leben verdankt. „Mein Hund wollte nicht da entlanggehen, wo ich gehen wollte“, so schildert sie den frühen Montagabend der vergangenen Woche.

Sie gab dem Hund nach und sah nur deshalb, wie ein Mann mit seinem Fahrrad leicht unsicher auf das Kanalufer in der Nähe des Weißen Damms fuhr. Plötzlich kippte der Mann kopfüber in den Kanal. Kreye befahl ihrem gut erzogenen Hund, sich nicht zu rühren, und brüllte aus Leibeskräften um Hilfe. In etwa 300 Metern Entfernung saßen Angler. Die schauten zwar, rührten sich aber nicht.

„Bitte Hilfe“, flehte der Mann im Wasser, und Gabriele Kreye half. Vom Ufer aus gelang es ihr, den Mann zu fassen zu bekommen und ihn schließlich mit aller Kraft nach oben zu ziehen. „Ich habe ihn beruhigt, damit er nicht aufsteht und vielleicht wieder ins Wasser fällt“, erzählte sie. Was sie nicht wusste: Der Mann war stark alkoholisiert. Die Kolenfelderin rief zwischenzeitlich die Rettungsleitstelle an.

Noch immer ist nicht ganz klar, wen sie gerettet hat. Der Mann hat keinen festen Wohnsitz, und seine Papiere liegen wie sein Schlafsack und das Fahrrad wohl auf dem Grund des Kanals.

„Es ist auch völlig egal, um wen es sich handelt“, sagte Eberhardt. Wichtig sei, dass es Menschen gibt, die so mutig und entschlossen handeln. „Sie sind beide Schutzengel“, lobte Hallmann.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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