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Wunstorf Das Freibad steht vor dem Aus

Das Freibad Wunstorf soll dieses Jahr geschlossen werden. Zwar muss der Rat in seiner Sitzung am nächsten Mittwoch auf Wunsch des Aufsichtsrats der Bäderbetriebe dem noch zustimmen. Doch die Vorsitzenden der Ratsfraktionen haben am Freitag signalisiert, dass es keine Alternative zur Schließung gebe.

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Das Freibad Wunstorf steht vor dem Aus.

Quelle: HAZ (Archiv)

Wunstorf. Am Montag werden die Fraktionen beraten. Spielraum haben sie nicht. Beim Freibad Wunstorf wird jeder Besucher mit 14,29 Euro bezuschusst. „Das ist Rekord in der Stadt“, sagt Andreas Saars, Geschäftsführer der Bäderbetriebe. Zum Vergleich: In Bokeloh sind es zwei Euro.

Saars Hauptproblem ist jedoch eine Gewinnwarnung der Stadtwerke Wunstorf, wie es Jörg Uebelmann, CDU-Fraktionsvorsitzender, ausdrückte. Die schreiben zwar weiterhin schwarze Zahlen. Doch 500.000 Euro werden künftig nicht mehr pro Jahr in Richtung Bäder fließen. Investitionen und der Konkurrenzkampf am Energiemarkt sind die Gründe.

Die Stadt kann und darf den Fehlbetrag nicht ausgleichen. „Die Kommunalaufsicht hat schon bei der Genehmigung unseres Haushalt 2013 darauf hingewiesen, dass wir unsere freiwilligen Leistungen überprüfen müssen“, sagt Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. Die Stadt werde sich in den nächsten Jahren schon auf Grund der anstehenden Pflichtaufgaben verschulden müssen: Krippenplätze, Bildung und die marode Kanalisation. Allein letztere verschlinge drei Millionen Euro jährlich. Die anstehende Schließung des Wunstorfer Freibades nannte er „eine schmerzliche Botschaft für die Bürger, aber notwendig“.

Wichtig ist ein Konzept für die Zukunft der Bäderlandschaft in der Stadt“, betont Kirsten Riedel, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bäderbetriebe und SPD-Fraktionsvorsitzende. Es müsse geklärt werden, wie die Zukunft aussehen soll, wenn Bokeloh nicht mehr betrieben werden könne. Die Schließung des Freibades stehe zwar nicht zur Diskussion. Aber die Stadt müsse gerüstet sein, denn teure Reparaturen oder deutlich steigende Betriebskosten könnten in ein paar Jahren dazu führen. Als unwirtschaftlich wird der Betrieb in Bokeloh bezeichnet, wenn das Bad teuerer ist als ein ganzjähriger Betrieb am Standort des Hallenbades. Eine künftige Lösung am Hallenbad bezeichnet Riedel als günstig: „Aber wir müssen sehen, wie viel Geld wir dann haben.

Eine Schließung des Wunstorfer Freibades bringt 63.000 Euro jährlich mehr in die Kasse der Bäderbetriebe. Das Bad hat die geringsten Besucherzahlen, 2012 waren es 6781. Außerdem verliert es täglich zwischen 8000 und 10.000 Liter Wasser. Der Schaden sei nicht zu reparieren. Im Bokeloher Bad sollen die Eintrittspreise erhöht werden.

Die Sauna im Wunstorf Elements wird voraussichtlich Gewinn für die Gesellschaft abwerfen. Daher würden sich die Liquiditätsprobleme der Bäderbetriebe bei einer Schließung eher verschlechtern.

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HAZ-Redakteur/in Jörg Rocktäschel

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